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Unterwegs sein, um anzukommen

OP-Lesesommer Unterwegs sein, um anzukommen

Dass man auf Pilgerreisen viel über sich selbst erfahren kann, das wissen wir spätestens seit Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“.

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Quelle: Ullstein

Protagonistin Che muss sich in diesem Roman auf den Weg von London nach Canterbury machen, weil ihre reichlich exzentrische Mutter sich gewünscht hatte, dass ihre Asche dort verstreut werden soll.

Eigentlich hat Che keinerlei Lust dazu, und erst recht nicht darauf, sich die Lebensgeschichten der anderen Frauen anzuhören, die auch auf diesem Weg sind.

Aber die Geschichten berühren sie doch und sorgen für Veränderung – Che verspürt erstmals ein Gefühl von Frieden und Hoffnung. Lockere Sommerlektüre mit luftig verpackten Lebensweisheiten.

von Heike Döhn

 
Leseprobe

Und was mich betrifft, ich heiße Che. Ich weiß. Das ist absolut lächerlich, und dabei ist es nicht mal ein Spitzname. Ich bekam ihn zu Ehren des kubanischen Revolutionärs Che Guevara am Tag seiner Hinrichtung durch ein bolivianisches Erschießungskommando. Meine Mutter behauptete immer, der Schock über seine Ermordung habe bei ihr die Wehen ausgelöst, aber das ist auch nur wieder ein Teil ihrer komplizierten persönlichen Mythologie.

  • Kim Wright: „Die Canterbury-Schwestern“, Ullstein, 384 Seiten, 9,99 Euro.
 
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