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Ungleiches Detektiv-Duo räumt auf

OP-Vorpremiere mit Andreas Steinhöfel Ungleiches Detektiv-Duo räumt auf

Am Donnerstag startet bundesweit der Kinderkrimi „Rico, Oskar und das Herzgebreche“. 200 Zuschauer sahen den Film am Sonntag als OP-Vorpremiere – und waren begeistert.

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auf die Menschlichkeit

Strahlende Gesichter gab es auch bei den Veranstaltern: Cineplex-Mitarbeiterin Birgit Peulings (von links), Autor Andreas Steinhöfel und Kinobetreiberin Marion Closmann.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Im Volksmund heißt es: Gegensätze ziehen sich an. Andreas Steinhöfel weiß das. Denn eben dieses Sprichwort dient dem Autor als Fundament für die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten seiner erfolgreichen Kinder-Krimiromane um den tiefbegabten Rico und den superklugen Oskar.

Im neuen Film „Rico, Oskar und das Herzgebreche“, der auf dem gleichnamigen Roman  aus dem Jahr 2009 basiert, setzen die beiden Junior-Detektive einer Diebesbande ordentlich zu.

Dem Urteil der 200 Zuschauer zufolge ist der Streifen nicht nur „sehenswert“, sondern geradezu „oscarreif“. Steinhöfel, der in Biedenkopf aufgewachsen ist und seit 2009 wieder dort wohnt, sah sich den Film mit den übrigen Zuschauern gemeinsam an und las ein Kapitel aus dem Roman.

Doch in welchen Schlamassel geraten Rico und Oskar in ihrem zweiten Kriminalfall? Das Duo kommt einer Diebesbande um die „schreckliche Ellie“ (Katharina Thalbach) auf die Schliche. Noch spannender wird es, als Rico und Oskar bei einem Bingospiel herausfinden, dass Oskars Mutter (Karoline Herfurth) in die verbrecherischen Machenschaften verwickelt ist.

„Finde diese Freundschaft super“

Um ihr zu helfen, nehmen die beiden Kinder die Ermittlungen auf. Dabei können sie vor allem auf die tatkräftige Unterstützung des tollpatschigen, aber herzensguten von Schwerten (Henry Hübchen) rechnen, der seinen Oldtimer lenkt, als hätte er seinen Führerschein selber beim Bingo gewonnen.

Die meisten Zuschauer waren im Alter der beiden Film-Protagonisten. Wie etwa die elfjährige Pauline: „Ich fand ihn total lustig, aber ich glaube, im echten Leben sind tiefbegabte und hochbegabte Menschen keine Freunde.“ Kester Schmidt (11) aus Kirchhain meint: „Es ist doch gerade das Attraktive, dass so unterschiedliche Menschen miteinander befreundet sein können. Ich finde diese Freundschaft super!“

Oskar: groß, kräftig, emotional und ein wenig einfältig. Rico: klein, dürr, rational und ein Junior-Genie. Das ungleiche Detektiv-Duo harmoniert und ergänzt sich kongenial. Laut Steinhöfel, der sich nach der Filmvorführung vor Autogrammjägern kaum retten konnte, ist es dem Filmteam um Regisseurin Nele Vollmar gut gelungen, die Symbiose zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Kindern darzustellen. Auch bei der Drehbucharbeit sei „super Arbeit“ geleistet worden.

Kino-Chefin selbst ein Steinhöfel-Fan

Die Romane spielen in Berlin-Kreuzberg. Dort lebte Steinhöfel mit seinem Lebenspartner ab 1992. 2009 dann der Schicksalsschlag. Steinhöfels Lebenspartner starb und den 53-Jährigen zog es wieder in Richtung Heimat: „Ich bin wieder nach Biedenkopf gekommen, weil mir Berlin zu sehr emotional aufgeladen war. Aber ich wollte dort ohnehin nie alt werden. Ich liebe die Natur in Mittelhessen.“

Auch Marion Closmann, Inhaberin des Cineplex, hat die Kinder-Bücher gelesen und ließ sich die Vorpremiere nicht entgehen. „Ich bin auch ein Fan“, gab sie zu. Bereits im vergangenen Jahr war der erste Teil der Trilogie, „Rico, Oskar und der Tieferschatten“, in der OP-Vorpremiere im Cineplex gezeigt worden und lief danach sehr erfolgreich.

Das dürfte der mit deutschen Kinostars gespickten Fortsetzung auch gelingen – neben Thalbach, Hübchen und Herfurth spielen unter anderem noch Moritz Bleibtreu und Milan Peschel mit. Die Helden aber sind eindeutig Anton Petzold als Rico und Juri Winkler als Oskar.

  • Der Film startet am Donnerstag im Cineplex.

von Benjamin Kaiser

 

„Rico, Oskar und das Herzgebreche“
erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat:
oscarreif
mit der Note 3,62 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„So schön kann Herzgebreche sein.“
  Burkhard Blick (49) aus Marburg

„Ich finde den Film cool, weil Rico und Oskar sich so viele Dinge trauen.“
  Malik Hascher (12) aus Marburg

„Super Film für junge Menschen mit Witz.“
  Erika Brand (44) aus Marburg

„Ich freu mich auf das Buch.“
  Amélie Methner (65) aus Marburg

„Sehr lustig und einfach gut.“
  Jona Maiworm (11) aus Amönau

„Für die ganze Familie.“
  Lars Perle aus Marburg

„Es ist ein gaaaaaanz toller Film.“
  Laura Kollmar (16) aus Marburg

„Voll cool.“
  Charlotte Grein (11) aus Ebsdorfergrund

„Wie schon der erste Teil ein herzerwärmender Film für die ganze Familie.“
  Birgit Grimmeisen (46) aus Lahntal

„Der Film war supertoll. Besser als der erste Teil.“
Franziska Hänschen (9) aus Marburg

„Traumhaft realistisch, toller Kinderfilm, auch für Erwachsene“
  Sabine Müller aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Florian Grimmeisen aus Caldern, Feline Ham aus Marburg, Benedict Moersch aus Kleinseelheim, Karl Blick aus Marburg und Josef Binder aus Oberasphe. Die Karten werden zugeschickt.

Die Kinderfilmhitparade:
1. Rico, Oskar und die Tieferschatten (3,79)
2. Mein Freund, der Delfin 2 (3,75)
3. Baymax – Riesiges Robowabohu (3,69)
4. Rico, Oskar und das Herzgebreche (3,63)

 
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