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Unbeirrt kritisch und humorvoll

KFZ: Stefan Stoppok Unbeirrt kritisch und humorvoll

Stoppok rockte auf 
großer Bühne im restlos ausverkauften KFZ. Im 
Gegensatz zu seiner Klampfe zeigt er, trotz 
seiner mittlerweile
 60 Lenze, noch keinerlei nennenswerte Abnutzungserscheinungen.

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Stoppok spielte mit seiner Band im KFZ.

Quelle: Jan Bosch

Marburg. Ein Phänomen ist Stefan Stoppok, Ruhrpott-Poet, Schnodder-Schnauze und was für Synonyme sonst noch gerne für ihn verwendet werden, schon.

Auch mit seinem siebzehnten Studioalbum „Operation 17“ begeistert der bodenständigste Blues-Rocker der Republik seine Fans aufs Neue. Stoppok schafft es stets, außer vielleicht in seinen humorvoll ausufernden Ansagen bei Live-Konzerten, mit wenigen Worten Dinge auf den Punkt zu bringen.

In bewährter Bandbesetzung mit Drummer Wally Ingram, dem musikalischen Multitalent Sebel sowie Reggie Worthy­ am Bass, mit dem er schon seit mehr als 20 Jahren zusammen spielt, schmettert Stoppok drei Stunden lautstark bejubelte Songperlen durch den Saal. Zwischen „2 wunderschöne Augen“ und „Friss den Fisch“ von der neuen Scheibe, dürfen natürlich auch Klassiker, wie „Dumpfbacke“ oder „La kompostella“­ nicht fehlen.

Tosender Beifall folgt auf jedes Lied

Alles aus voller Kehle vom Publikum mitgesungen. Er trifft thematisch immer ins Schwarze und meist dahin, wo es weh tut. Dezent, aber bestimmt zeigt er der kommerzialisierten Gesellschaft und politischen Massenverblödung den Mittelfinger. Was ihn beschäftigt, setzt er klug und humorvoll in seinen Liedern um, musikalisch immer hervorragend untermalt mit bluesigen Gitarrenkompositionen.

Ob solo oder mit Band, Stoppok begeistert mittlerweile mehrere Generationen seiner Fans mit brillanter Musik. Lässig zupft er auf einer seiner unzähligen Gitarren, unbeirrt von gerissenen Saiten oder Kabelbrüchen. Tosender Beifall folgt jedem der Songs, vor allem, wenn Worthy mal wieder tief in die groovige Trickkiste gegriffen hat. Bei einer Cover-Version des Hendrix Klassikers „Purple Haze“­ greift der Bassist sogar selbst zum Mikro.

Auch in der Zugabe lässt es die Band nochmal richtig krachen. Bei einer minutenlangen Orgie von Sebel auf der Hammond-Orgel klappt den meisten Zuschauern die Kinnlade runter. Süffisant kommentiert von Stoppok mit einem „versucht das nicht auf einem E-Piano“. Musikalisch großes Kino! Stoppok ist auch mit Band konkurrenzlos zeitlos. Ihn muss man hören, am besten live!

von Jan Bosch

 
 
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