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Üppiger Ausstattungsfilm mit Stars

Kinostart: „Das Märchen der Märchen“ Üppiger Ausstattungsfilm mit Stars

Sein Mafiafilm „Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra“ brachte dem Italiener Matteo Garrone 2008 den internationalen Durchbruch. Für sein eindringliches Werk, eine Buchverfilmung über rivalisierende Clans und deren Opfer, gewann der Regisseur zahlreiche Preise und wurde sogar für einen Oscar nominiert.

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Vincent Cassel hält als König von Strongcliff im Kreis von jungen Frauen Hof.

Quelle: Concorde Filmverleih

Auf ein Filmgenre lässt sich der 46-Jährige aber nicht festlegen, stattdessen zeigte er mit „Reality“ zuletzt eine überdrehte Mediensatire. Nun folgt „Das Märchen der Märchen“, ein verspielter Episodenreigen mit Starbesetzung.

Inspirieren ließ sich Garrone von den bisweilen bizarren Geschichten des neapolitanischen Autors Giambattista Basile, einem großen Märchenerzähler, der vor rund 400 Jahren lebte.

Auch der Film „Das Märchen der Märchen“ spielt zu großen Teilen in einer längst vergangenen Zeit: Da ist etwa die Königin (Salma Hayek), die für ihren Kinderwunsch sogar das Leben ihres Mannes (John C. Reilly) riskiert und ihn in einen Kampf mit einem See-Ungeheuer schickt. In einer anderen Episode gibt Vincent Cassel einen (anderen) König, der dem Reiz einer verzauberten Schönheit erliegt.

Garrone inszeniert seinen ersten auf Englisch gedrehten Film als eine Mischung aus Märchen und Satire mit Bezügen zur Gegenwart, die durch ihre fein durchkomponierten Szenen besticht. Als eigenwilliges, teils düsteres Märchen kann das Werk so zwar in Erinnerung bleiben, auch gerade wegen der üppigen und ausladenden Ausstattung.

Einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt „Il racconto dei racconti“, so der Originaltitel, aber trotzdem nicht. Dafür bleiben die Figuren zu blass, und auch ihre Schicksale können überwiegend nicht wirklich berühren.

  • Der Film läuft im Filmkunsttheater Kammer.

von Aliki Nassoufis

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