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Trommelkonzert wird zum tollen Musikerlebnis

Eckelshausener Musiktage Trommelkonzert wird zum tollen Musikerlebnis

Obwohl Schlaginstrumente zu den ältesten gehören und sie überall auf der Welt vertreten sind, findet man Schlagwerk-Konzerte äußerst selten. Eine dieser tollen Ausnahmen war am Samstag im Glaspavillon Velte in Eckelshausen zu bewundern.

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Vier Percussionisten begeistern bei einem Kammermusikfestival: ElbtonalPercussion gastierte im Glaspavillon von Mercedes-Velte in Eckelshausen.Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Eckelshausen. Die vier Musiker des Ensembles ElbtonalPercussion aus Hamburg zeigten, wie vielfältig diese Musik ist. Ihre Erfahrung spiegelte sich in verschiedenen Musikstilen wieder mit Werken aus Asien oder Afrika. Hier kam ein Marimbaphon zum Einsatz, bei dem auf der Unterseite ausgehöhlte Kürbissen für einen einzigartigen Klang sorgen.

Mit ElbtonalPercussion wurde wieder einmal die große Vielfalt der Eckelshausener Musiktage unterstrichen, die viel mehr sind als eine kleine, provinzielle Konzertreihe. Auch Katharina Zürcher, zweite Vorsitzende des Vereins, zeigte sich stolz über die Einladung der Hamburger. Sie war besonders den Sponsoren sehr dankbar, ohne die ein Ensemble von diesem Format nicht zu stellen wäre.

ElbtonalPercussion haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht, das spürte man ganz deutlich. Ob Jan-Frederick Behrend hochkonzentriert bei der sinnlichen Ballade von Nebosja Jovan Zivkovic am Xylophon stand oder alle vier zusammen bei der grandiosen Zugabe „Mahlzeit“ mit Kochlöffeln und Schneebesen auf Tisch und Teller trommelten - das war Begeisterung aber auch Können vom Anfang bis zum Ende. Und diese Begeisterung färbte auch auf das Publikum ab. Jedes Stück endete mit kräftigem Applaus und viel Jubel, immer wieder war ein „Wow“ zu hören. Es war wirklich verblüffend wie präzise und artistisch die Musiker zu Gange waren und trotzdem sah alles leicht und flüssig aus, auch wenn es anstrengend war. Oft hätte man Improvisationen vermuten können, aber dafür ist in einem Konzert wie diesem wenig Platz. „Irgendwann haben wir angefangen alles aufzuschreiben, weil wir nicht beliebig klingen wollten“, erklärte Stephan Krause. So haben sie angefangen eigene Stücke zu komponieren. Das furiose „How To Bang A Can“ von Krause sorgte kurz vor der Pause für Begeisterungsstürme. Erst wurde auf umgedrehten Regenfässern getrommelt. Dann kamen kleinere Eimer hinzu, die die vier Musiker sich zwischendurch hin- und herwarfen. Es wurde einfach auf alles getrommelt, das nicht niet- und nagelfest war.

Der Glaspavillon eignete sich hervorragend für das Konzert. Von Anfang an verbreitete sich ein warmer Klang. Selbst beim Klassiker „Lift Off!“ von Russell Peck, bei dem das Abheben von Hubschraubern simuliert wurde, wurde es nie zu laut.

von Mareike Bader

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