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Trommelfeuerwerk und Zwiesprache

27. Eckelshausener Musiktage Trommelfeuerwerk und Zwiesprache

Am Wochenende beginnen die 27. Eckelshausener Musiktage. Bis Pfingstmontag stehen zehn Konzerte an neun Spielstätten im Lahntal auf dem Programm.

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Die Eckelshausener Musiktage präsentieren ein Konzert der Ausgburger Domsingknaben in der Stiftskirche Wetter.

Quelle: Veranstalter/Sandra Behrbohm

Eckelshausen. Klein und bescheiden haben 1987 die Eckelshausener Musiktage begonnen. Sie sind ein Projekt der Künstlerin Annemarie Gottfried, die bis heute dem Verein Eckelshausener Musiktage vorsteht. Seit der international renommierte Cellist Professor Julius Berger 1992 die künstlerische Leitung übernahm hat das Festival national und auch international inzwischen an Gewicht gewonnen. Die Eckelshausener Musiktage sind heute trotz eines schmalen Budgets und einer im Grunde lächerlichen öffentlichen Unterstützung zu einer kulturtouristischen Attraktion für das Lahntal geworden.

Kammerakademie Potsdamm Werke von Bach und Händel

Und jetzt stehen die 27. Eckelshausener Musiktage bevor. Ihr Thema ist der „Dialog“. „Dieses Festivalthema konzentriert sich auf die Vielfalt der Stimmen in der Musik, die miteinander Zwiesprache führen, die den Dialog zwischen den Kulturen ermöglichen“, betonen die Veranstalter. Julius Berger habe „ein Programm zusammengestellt, das in der Interpretation von renommierten Musikern und Wettbewerbspreisträgern junger Nachwuchsmusiker ein Erlebnis für alle Generationen verspricht“.

Eröffnet wird das Festival am Samstag um 20 Uhr im Atrium der Roth Werke in Buchenau, die das Festival seit vielen Jahren unterstützen. Die Kammerakademie Potsdam spielt unter der Leitung von Peter Rainer Werke von Händel, Bach, Telemann und Mozart. Solist ist der Echo-Klassikpreisträger Ramón Ortega Quero (Oboe). Er spielt das Oboenkonzert a-Moll ( Violinkonzert BWV 1041) von Johann Sebastian Bach und das d -Moll Oboenkonzert (Flötenkonzert Wq 22) von Carl Philipp Emanuel Bach, dem dritten Sohn des großen Meisters.

EIn Höhepunkt: der Auftritt der Domsingknaben

Am Sonntag um 20.00 Uhr musizieren ebenfalls im Atrium der Roth Werke Peter Rainer (Violine) und Julius Berger (Violoncello) mit der Kammerakademie Potsdam unter anderem Vivaldis A-Dur Konzert für Violine, Cello und Orchester. Am Dienstag, 14. Mai, führen Linus Roth und Julius Berger ab 20 Uhr in der Klosterkirche Caldern den Dialog zwischen Violine und Violoncello – ebenso virtuos wie temperamentvoll mit Werken von Reger, Bach und Ravel. Am Mittwoch, 15. Mai, um 20 Uhr präsentiert Julius Berger mit der international renommierten Pianistin Margarita Höhenrieder ein Programm unter dem Titel Beethoven-Dialog mit Bach, Shakespeare und Goethe. „Arcadia – Sinn für Maß und Schönheit“ ist ein Themenabend zum 300. Todesjahr von Arcangelo Corelli am Donnerstag, 16. Mai, um 20 Uhr in der Kapelle des Schlosses Wittgenstein in Bad Laasphe betitelt.

Ein Höhepunkt des Programm dürfte das Konzert der Augsburger Domsingknaben werden. Der Knabenchor, der international auftritt, gibt am Freitag, 17. Mai ab 20 Uhr ein geistliches Konzert in der Stiftskirche Wetter und präsentiert anschließend vor der Kirche weltliche Musik. Ungewöhnlich und spannend verspricht auch das Konzert der ElbtonalPercussion zu werden: Am Samstag, 18. Mai, erwartet die Besucher im Glaspavillon Velte ein Rhythmusgewitter und Trommelfeuerwerk mit Musik von Klassik bis Jazz.

Marburg ist seit 2010 Festival-Spielort

Ein äußerst attraktiver Spielort ist auch der Garten der Baumschule Kuhli in Caldern: Pfingstsonntag gastiert dort ab 15 Uhr Open Air ein Posaunenquartett unter der Leitung von Eszter Maria Vàrga mit einem breit gefächerten Programm von Praetorius bis Paul McCartneys Welthit „Hey Jude“.

Traditionell bespielt wird von den Eckelshausener Musiktagen auch die Martinskirche Dautphe. Dort gastiert die Organistin Nicole Hartsieker Pfingstsonntag ab 20 Uhr mit Werken von Johann Sebastian Bach. Seit 2010 gehört auch das Marburger Landgrafenschloss zu den Spielstätten des Kammermusikfestivals: Im Fürstensaal bestreiten am Pfingstmontag ab 19 Uhr junge Absolventen der Kronberg Academy das Abschlusskonzert der Eckelshausener Musiktage. Auf dem Programm stehen das Streichsextett A -Dur op. 48 von Dvorak und das Sextett für Streicher d-Moll op. 70 „Souvenir de Florence“ von Tschaikowski.

Konzertreservierungen sind unter der Telefonnummer 06461/2710 zwischen 14 und 18 Uhr im Schartenhof Eckelshausen möglich oder über E - Mail: info@eckelshausener-musiktage.de. Weitere Vorverkaufsstellen sind die Tourismus-Büros in Marburg und Biedenkopf.

von Uwe Badouin

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