Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Tragödie über Anpassung und Widerstand

Willi Schmidts "Lulu" Tragödie über Anpassung und Widerstand

Willi Schmidt ist einer der produktivsten heimischen Autoren. Am Mittwoch, 5. Juni, hat sein neues Stück „Lulu“ in der Waggonhalle Premiere.

Voriger Artikel
Wenn Kinder Kinder bekommen
Nächster Artikel
Erstmals siegt eine Frau

Willi Schmidt und Frauke Oberländer in einer Szene aus Schmidts neuem Stück „Lulu“. Die Tragödie ist in der Waggonhalle zu sehen.Foto: Rasmus Wenzel

Marburg. Willi Schmidt ist so etwas wie der Tausendsassa der heimischen Theaterszene. Auch in seiner neuen Produktion „Lulu“, inspiriert von Frank Wedekinds gleichnamigen modernem Klassiker, ist er einmal mehr Autor, Regisseur und Darsteller in Personalunion. Zurzeit ist der 53-jährige Wittelsberger in den Endproben für seine neue Tragödie. Normalerweise erzählt Schmidt in seinen Büchern, Texten und vor allem seinen bislang mehr als 20 Theaterstücken für die Wagggonhalle und Theater GegenStand Geschichten wie „das Wirtshaus an der Lahn“ oder „Off‘m Eschbann“ mit regionalem und historischem Bezug, gerne auch mit Dialekteinsprengseln.

Bei „Lulu“ ist das anders. „Es hat nichts mit der Region, nichts mit Wittelsberg zu tun, es ist kein historisches Stück“, sagt er bei der Vorstellung des Projekts, an dem er seit Monaten arbeitet.

Seine „Lulu“, gespielt von Frauke Oberländer, hat mit Wedekinds Lulu die Ablehnung von bürgerlichen Moralvorstellungen gemein. Wie bei Wedekimd gibt es aber auch bei ihm einen reichen Gönner. Aber ansonsten ist sein Stück mehr eine Abrechnung mit dem kapitalistischen System.

Im Zentrum stehen Lulu und Paul, die sich nach Jahren im verfallenen Haus einer ehemaligen Landkommune wiedertreffen, wo sie sich kennengelernt haben. In Rückblicken schildern sie ihre Geschichte, erzählen von Widerstand und Anpassung und von dem Glück des Augenblicks.

Mit auf der Bühne stehen Willi Schmidts langjähriger Waggonhallen-Weggefährte Matze Schmidt sowie Corinne Kilger und Maik Dessauer. Co-Regie führte Lea Hinrichs.

von Uwe Badouin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr