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Träume und Geschichten aus Palästina

Kurzfilm aus dem Westjordanland Träume und Geschichten aus Palästina

„Young Oddities – komi­sche Vögel“ heißt das 
interkulturelle Projekt, das mit einem Kurzfilm Träume von deutschen und palästinensischen 
 Jugendlichen zeigen, 
aber auch die Geschichte Palästinas erklären will.

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Mit diesen Darstellern wollen die beiden Marburger Schauspieler den Film drehen.

Quelle: privat

Marburg. „Uns ist es wichtig, zu zeigen, wie es dort wirklich aussieht“, sagt Victoria Schmidt über das Projekt „Young Oddities“, das sie mit ihrem Schauspielkollegen Alexander Peiler ins Leben gerufen hat.

Während des Projektes wollen sie einen Kurzfilm mit deutschen und 
palästinensischen Jugendlichen drehen. „Wir glauben: Träume 
 verbinden“, heißt es auf der Crowdfunding-Plattform „Startnext“, auf der die beiden Schauspieler Spenden für ihre Idee sammeln.

Und tatsächlich haben die Jugendlichen, mit denen der Film gedreht werden soll, ähnliche Träume. Es sei bemerkens­wert, dass gerade das Thema Reisen die Jugendlichen so stark beschäftige, findet Victoria Schmidt.

„Ich finde es einfach nur toll, dass die palästinensischen Jugendlichen ganz oft sagen: ‚Es interessiert mich nicht, ob das zwei Staaten sind oder nur einer – ich will einfach nur Frieden haben und reisen dürfen‘. Sie wollen frei sein, aber das dürfen sie nicht.“

Film als Herzensangelegenheit

„Der Konflikt ist da“, beschreibt die Schauspielerin 
ihre Erlebnisse im Westjordanland. Inspiriert wurden Schmidt und Peiler vom deutschen Regisseur Marcus Vetter, der in Jenin das „Cinema Jenin“ vor mehr als fünf Jahren wieder aufgebaut hat. Das friedliche Leben mit den verschiedenen Kulturen in der Stadt Jenin mit dem nahen UN-Flüchtlingslager, in dem immer noch nächtliche Razzien stattfinden, hat Victoria Schmidt tief beeindruckt.

Alexander Peiler ist seit dieser Spielzeit am Schauspiel Wuppertal, Victoria Schmidt ist Ensembleschauspielerin am Hessischen Landestheater in Marburg. Ihre Freizeit widme sie gerade vollkommen dem Projekt, erklärt Schmidt, für die der Film eine Herzensangelegenheit ist.

Gemeinsam mit Schülern aus beiden Städten, die Schüler aus Marburg sind von der Elisabethschule, soll Anfang August in Palästina der Film realisiert werden, hinzu kommen sechs Schüler aus dem Westjordanland. Auch am Drehbuch dürfen die Schüler mitarbeiten.

Für ihre Idee haben Peiler und Schmidt schon einige Sponsoren gefunden, denn der Kurzfilm soll komplett privat finanziert werden. Eines der wichtigsten Standbeine ist jedoch die Spendensammlung über die Crowdfunding-Plattform „Startnext“, über die der Marburger Regisseur Julius Schultheiß etwa auch sein Debüt „Lotte“ finanziert hat (die OP berichtete).

„Es geht nicht um große Summen“, betont Schmidt. Sie hofft, dass bis 21. Mai die erhoffte Summe erreicht wird, damit sie mit ausreichender Planungssicherheit die Filmidee verwirklichen können. Der fertige Film soll dann natürlich auch in Marburg laufen, betont Victoria Schmidt.

von Mareike Bader

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