Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° Regen

Navigation:
Traditionelle Kunst auf Birkenrinde

Neue Ausstellung in der Kunstapotheke Traditionelle Kunst auf Birkenrinde

Eine Doppelausstellung ist derzeit in der „Kunstapotheke – Galerie am Richtsberg“ in der Friedrich-Ebert-Straße 25 
 zu sehen.

Voriger Artikel
Wenn Saitenvirtuosen ganz wild werden
Nächster Artikel
Open-Air-Kino startet mit Klassikern in den Sommer

Der in Kiew ausgebildete Künstler Juri Listownitschi nutzt 
Birkenrinde als Maluntergrund.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Eine besondere Art von Leinwand nutzt Juri Listownitschi für seine Tuschzeichnungen: Er malt auf Birkenrinde. Motive aus Marburg wie die Michaelskapelle und aus ganz Deutschland wie Schloss Neuschwanstein oder St. Bartholomä, die Wallfahrtskapelle am Königssee, erhalten durch die Einbindung des strukturierten Untergrunds in die Bildgestaltung einen ganz individuellen Charakter und Reiz.

Neben 16 dieser Zeichnungen sind Ölgemälde sowie in Öl und mit Buntstiften ausgeführte Porträts zu sehen. Der 1941 in Russland geborene Künstler studierte Grafik und Malerei in Kiew und arbeitete für Zeitschriften, Geschäfte und illustrierte Kinderbücher. Listownitschi lebt seit 1999 im Waldtal.

Aquarelle können ersteigert werden

Ergänzt wird die Ausstellung durch Bilder aus dem Nachlass der 2014 verstorbenen Elisabeth Lotte Leonore Philipp, die seit 1965 am Richtsberg lebte. Die 1921 bei Dresden geborene Künstlerin kam 1945 zur Fortsetzung ihrer Bibliothekarsausbildung nach Marburg, wo sie in den 50er-Jahren Franz-Heinrich Philipp, den Leiter der Universitätsbibliothek, heiratete.

Sie malte sehr intensiv, bevorzugt Aquarelle, gerne Alltagsmotive, aber auch solche von Reisen. Die Erben hatten der Galerie im Februar die Nutzung einiger der zahlreichen Bilder angeboten. Man habe sich für drei Themen entschieden, erklärte Pia Tana Gattinger während der Vernissage: Marburger Motive, Südsee sowie Stillleben. Da keine Möglichkeit zur Lagerung besteht, können die Aquarelle in einer „stillen Auktion“ ersteigert werden. Der Erlös kommt der Galerie zugute.

  • Galerie und Auktion sind bis zum 21. Juni immer dienstags, mittwochs und donnerstags von 16-18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung endet mit der Abschluss­auktion 21. Juni um 17 Uhr.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr