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Tosender Applaus und Jubelschreie

Tour-Auftakt Tosender Applaus und Jubelschreie

Dichtes Gedränge herrscht am Donnerstagabend vor allem vor der Bühne des KFZ: Weit über 400 Fans warten gut gelaunt auf ­Tito Larriva und seine Band Tarantula.

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Gitarrist und Sänger Tito Larriva enterte mit seiner Band Tarantula die KFZ-Bühne. Neben ihm steht seine Tochter Lolita und greift in die Bass-Saiten.

Quelle: Felix Busjaeger

Marburg. Es ist warm im KFZ und man kann erahnen, dass die Luft in den nächsten Stunden nicht besser werden wird. Das passt zur Band, schließlich spielt „Tito & Tarantula“ Bluesrock, der aus wärmeren Gefilden stammt. Als die Band die Bühne betritt erfüllen tosender Applaus und Jubelschreie den Saal.

Tito Larriva steht mit seiner Gitarre in der Mitte der Formation, schwarz gekleidet, die Augen hinter einer dunklen Sonnenbrille versteckt, die langen Haare liegen ihm lässig über den Schultern. Seine rauchige Stimme und die Mischung aus Rock- und Bluesmusik verwandeln das KFZ in ein Roadhouse, voller guter Rockmusik, inklusiver anzüglicher Sprüche des Sängers und viel guter Laune.

Spätestens seit ihrem legendären Auftritt in Robert Rodriguez‘ Kultfilm „From Dusk Till Dawn“ als Hausband einer Vampir-Tabledance-Bar ist die amerikanische Rockband „Tito & Tarantula“ einem Millionenpublikum bekannt geworden. Anfangs der 1990er-Jahre, ursprünglich als Spaßprojekt entwickelt, mauserte sich die Band schnell zu einem Hochkaräter. Zum Auftakt ihrer diesjährigen Tour gastierte die Gruppe in Marburg und bewies, dass sie mehr als „After Dark“ zu bieten hat.

Von der ursprünglichen Besetzung ist nur Larriva selbst geblieben. Aktuell spielt Marcus Praed die Gitarre, Johnny Vatos übernimmt das Schlagzeug und Larrivas Tochter Lolita sorgt mit ihrem Bass für ein rundes Klangbild. Vervollständigt wird die Band von Alyssa Grace, die sich als Multitalent entpuppt und mal Geige, Keyboard oder Percussions spielt.

Die sehr eingängigen Lieder überzeugen mit stetiger Lässigkeit und kräftigen Rock­passagen. Einzelne Songs brechen mit diesem Konzept, kommen gar balladenhaft daher und stellen eine willkommene Abwechslung zum restlichen Repertoire der Band dar.

Das Beste hat sich die Band aber bis zum Schluss aufgespart, mit einer langen Version ihres Hits „After Dark“ sorgt sie für den absoluten Höhepunkt des Abends.

Ganz ohne Schlange und Tanzeinlage von Salma Hayek entfalten die Klänge eine ganz besondere Atmosphäre im Raum und gipfeln darin, dass Larriva rund ein Dutzend weiblicher Konzertbesucher auf die Bühne holt und diese gleich zu tanzen beginnen. Ausgelassene Stimmung und jubelnder Applaus sind das Ergebnis und Lohn für die Musiker.

Während der Zugabe präsentiert die Band ihre eigene Version des mexikanischen Revolutionsliedes „La Cucaracha“, schnell gespielt und voller Freude in der Stimme des Sängers. Ein sehr gelungener Auftakt seiner Tour.

von Felix Busjaeger

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