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Tosender Applaus für das Ensemble

OP-Benefizvorstellung von Viel Lärm um nichts Tosender Applaus für das Ensemble

480 OP-Abonnenten und -Kunden sahen am Freitagabend auf dem Marburger Markplatz eine OP-Benefizvorstellung von „Viel Lärm um nichts“ mit einem neuen Ende von Elke Therre-Staal.

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Roger Schneider, Anzeigenleiter der Oberhessischen Presse (links), Steffen Schindler, Geschäftsführer der HITZEROTH Druck + Medien GmbH & Co.KG (hinten) und Dr. Christine Tretow vom Hessischen Landestheater übergaben die Preise des Schreibwettbewerbs zu „Viel Lärm um nichts“ an Elke Therre-Staal (von links), Manfred Jobst, Ursula Hirt, Gerlinde Kollrack, die ihre Tochter Yvonne vertrat, und Hannes Kleinhenz.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Zum dritten Mal präsentierte die Oberhessische Presse für ihre Abonnenten eine Benefizvorstellung im Marburger Theatersommer. Steffen Schindler, Geschäftsführer der HITZEROTH Druck + Medien GmbH & Co.KG, sagte: „Man kann schon von einer Tradition sprechen. Wir hoffen, diese Kulturförderung fortführen zu können.“ Der Erlös der Benefizveranstaltung geht wie in den vergangenen Jahren komplett an die Jugendarbeit des Hessischen Landestheaters.

Shakeapear-Komödie mit OP-Ende

Diesmal gab es noch eine weitere Besonderheit: Die OP hatte Leserinnen und Leser aufgerufen, ein neues Ende für die mehr als 400 Jahre alte Komödie von William Shakespeare zu schreiben. Innerhalb kurzer Zeit gingen 19 Fassungen ein. Sie sei sowohl von der Zahl der Einsendungen als auch von deren Qualität beeindruckt, meinte die stellvertretende Intendantin des Theaters. Dr. Christine Tretow.

Roger Schneider, Anzeigenleiter der Oberhessischen Presse, übergab am Freitagabend vor der Aufführung die Preise an die Gewinnerin Elke Therre-Staal sowie die anderen Preisträger. Auf Platz zwei kam die Fassung von Ursula Hirt, vor der von Hannes Kleinhenz. Platz vier teilen sich Manfred Jobst und Yvonne Kollrack, deren Mutter Gerlinde den Preis in Empfang nahm. Für Elke Therre-Staal sprach laut Jury „der spielerische Umgang mit Shakespeare“. Zudem hatte sie „den radikalsten Schluss verfasst“.

Diesen ungewöhnlichen Schluss präsentierte das Landestheater nur am Freitag zusätzlich in einer szenischen Lesung. Dr. Christine Tretow hatte zuvor um Verständnis geworben, dass das Ensemble Therre-Staals Ende aus Zeitgründen nicht habe einstudieren können sondern ihn als szenische Lesung präsentiere. Bei Elke Therre-Staal finden Hero und Beatrice zueinander und nicht wie bei Shakespeare Hero und Claudio sowie Beatrice und Benedikt.

„Es ist eine wunderschöne Inszenierung mit großartigen Schauspielern“, meinte die Preisträgerin nach der Aufführung. „Den Text mit Darstellern zu erleben hieß für mich, mich zu freuen und mehr zu sehen, als zuvor auf der Zweidimensionalität eines beschriebenen Papiers. Und kritisch zu überprüfen, wie weit Dichte und Aussagekraft getragen haben.“ Sie habe dadurch auch die Schwächen ihres Textes besser erkannt. „Ich wollte mit meiner Fassung den Frauen, insbesondere Hero, eine Stimme geben“, erklärte sie. Sehr angerührt habe sie Sonka Vogt in dieser Rolle. Sie habe sich sehr gefreut über die lyrische und emotionsreiche Interpretation ihres Textes durch die Schauspielerin.

von Uwe Badouin

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