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Theater rund um Macht, Menschen und Moral

10. Kurzdramenfestival Theater rund um Macht, Menschen und Moral

Vom 1. bis 4. Dezember findet das 10. Kurzdramenfestival von Theater Gegenstand statt – erstmals nicht in der Waggonhalle, sondern im gesamten G-Werk.

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Das Team unter der Regie von Matthias Harre (hinten links) bringt das Kurzdrama „Die Vertreter“ auf die Bühne.

Quelle: Gegenstand

Marburg. Vor 13 Jahren rief das Marburger Theater Gegenstand erstmals Autorinnen und Autoren auf, Kurzdramen zu schreiben und für einen Wettbewerb einzusenden.

Drei Jahre später wurde der Wettbewerb „konzeptionell überarbeitet, eine künstlerische Leitung eingesetzt“ und zu einem richtigen Theaterfestival mit Rahmenprogramm ausgebaut, blickt die Marburger Theatermacherin Inga Blix zurück.

Das 10. Kurzdramenfestival ist das bislang größte: 114 Einsendungen aus ganz Deutschland gingen bei der Jury ein – drei Stücke wurden prämiert und werden für das Festival inszeniert: „Die Vertreter“ von Bernd Schumann aus Göttingen, „Wie gewonnen, so zerronnen“ von Günter Hein aus Niederwerrn und die „Bürgermeisterin Lampedusas“ von Dietrich Wagner. „Grimmia Sessitana“ von Bernd Marcel Gonner aus Bamberg erhält einen Sonderpreis und wird als szenische Lesung präsentiert. Das Festivalmotto „Macht.Mensch.Moral“ verbindet die Stücke.

Crowdfunding-Kampagne gescheitert

Die Vorgaben: Die Kurzdramen sollten eine Spieldauer von etwa 30 Minuten haben und mit einem überschaubaren Personalaufwand zu realisieren sein. Die Inszenierung ist die Belohnung. Erstmals bei dem Festival wird am 4. Dezember ab 20 Uhr ein Publikumspreis vergeben.

Alle Stücke werden bei dem viertägigen Festival von Donnerstag bis Sonntag kommender Woche jeden Abend ab 18 Uhr im G-Werk aufgeführt. Hinzu kommt ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Partys, Poetry Slam, Brunch, Filmen und Musik.

Das Festival bedeutet für das ehrenamtlich arbeitende Team rund um die künstlerischen Leiter Karin Winkelsträter und Frank Winterstein einen enormen Aufwand: Die Regieteams mit 14 Darstellern, acht Praktikanten und vielen Helfern ­müssen koordiniert werden. Pech hatte das Theater Gegenstand mit einer Crowdfunding-Kampagne, die leider gescheitert sei, wie Inga Blix zugab.

Ein Höhepunkt ist das Gastspiel „Akim rennt“ des Berliner Theaters „compagnie toit végétal“. Das Stück erzählt einfühlsam die Geschichte eines einsamen Jungen auf der Flucht vor den Bomben und dem Terror in seiner Heimat. Grundlage ist das gleichnamige Kinderbuch von Claude K. Dubois.

Angeboten werden im G-Werk im Afföller zwei Vorstellungen: eine für Schulen am Freitag, 2. Dezember um 11 Uhr und eine weitere am 2. Dezember um 15 Uhr.

von Uwe Badouin

 
 
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