Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Theater loten neue Spielformen aus

Hessische Kinder- und Jugendtheaterwoche Theater loten neue Spielformen aus

Zum 18. Mal findet vom 10. bis 16. März die Hessische Kinder- und Jugendtheaterwoche statt. Das Festival richtet sich an ein breites Publikum: vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen.

Voriger Artikel
Von der Trotzphase zur Pubertät
Nächster Artikel
Allen Grund zu feiern

„Blaues Blut“ heißt die Bühnenversion einer alten keltischen Sage, die das AktionsTheater Kassel mit großem Aufwand am 12. März in der Turnhalle der Schule am Schwanhof zeigt.

Quelle: Uwe Thon

Marburg. Die Veranstalter vom Hessischen Landestheater, von der Stadt Marburg und dem Staatlichen Schulamt Marburg-Biedenkopf betonen gern die Einzigartigkeit des Marburger Theaterfestivals in der deutschen Kulturlandschaft. Tatsächlich hat die Hessische Kinder- und Jugendtheaterwoche, die inzwischen volljährig geworden ist, ein Alleinstellungsmerkmal: Unter dem Titel „Kuss - kuck! schau! spiel!“ stehen Theatervorstellungen gleichberechtigt neben Theaterworkshops an Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen.

Dr. Richard Laufner, Leiter des Fachdiensts Kultur der Stadt Marburg, hob gestern bei der Vorstellung des Programms hervor, das Festival sei „ein besonders wichtiges Projekt der kulturellen Bildung“. Und Matthias Faltz, Intendant des Hessischen Landestheaters, meinte: „Die Zweigleisigkeit zeichnet uns aus.“

19 Vorstellungen von Theatern aus ganz Deutschland und aus Belgien, Italien und erstmals auch aus Frankreich werden vom 10. bis 16. März gezeigt. Sie richten sich an Kleinkinder wie „Elephant Walk“ vom Künstlerhaus Mousonturm, das für Kinder ab einem Jahr geeignet sein soll, bis hin zu Stücken für junge Erwachsene wie „Blaues Blut“ vom Aktions-Theater-Kassel oder der Science-Fiction-Klassiker „Clockwork Orange“, den die KiTZ Theaterkumpanei aus Ludwigshafen zeigt.

Mehr als 100 Stücke hat sich das Team um Festivalchef Jürgen Sachs gesichtet und 19 Stücke eingeladen, die die Vielfalt des modernen Kinder- und Jugendtheaters repräsentieren. Auffallend ist, so Norbert Ebel und Intendant Faltz, der Trend zur Verbindung von unterschiedlichsten Theater- und Darstellungsformen. Artistik, Akrobatik, Videotechnik, selbst Smartphones in dem interaktiven Stück „Hello Goodbye“ halten Einzug auf der Bühne.

Und immer wieder greifen Theater mit ihren Mitteln auch gesellschaftspolitische Themen auf wie das theater überzwerg aus Saarbrücken in „Fluchtwege“ oder das Consol-Theater aus Gelsenkirchen mit dem Stück „Gegen den Fortschritt“.

Für viele Schulen interessant werden dürfte der Mittwoch, 13. März: Dann sind um 11.15 Uhr und um 19.30 Uhr gleich zwei sehr unterschiedliche Auseinandersetzungen um Anne Frank zu sehen.

Eröffnet wird das Festival am Sonntag, 10. März, von der Compagnie EA EO aus dem belgischen Wevelgern mit der Jonglage-Performance „M hoch 2“. Es endet am Samstag, 16. März, um 18 Uhr festlich mit der Verleihung des von den Theaterfreunden gestifteten und mit 2000 Euro dotierten Theaterpreises. Dazu gibt es selbstverständlich Theater: Die Compagnie Arcosm aus Paris zeigt das Tanzstück „Traverse“.

Einen tiefen Einschnitt gab es bei der Finanzierung der Workshops: Die Aktion Mensch hat ihre Förderrichtlinien überarbeitet und ihre Unterstützung eingestellt. 10000 Euro fallen weg - eine große Summe bei einem Etat von 26000 Euro. Die Stadt Marburg sprang ein und stellte zusätzlich 5000 Euro zur Verfügung, um insbesondere die integrativen Angebote zu sichern. Dennoch befürchtet Paul Möllers vom Staatlichen Schulamt erhebliche Einschränkungen.

von Uwe Badouin

Service

  • Eintritt

Die Eintrittspreise sind stabil geblieben: Kinder und Jugendliche zahlen 6 Euro, mit Act-easy-Ausweis 3 Euro, Erwachsene 8 Euro. Karten gibt es an der Theaterkasse in der Stadthalle (06421/25608) und im Internet unter www.theater-marburg.de. In den vergangenen Jahren lag die Auslastung in der Regel bei etwa 98 Prozent.

  • Das Programm

Das komplette Festivalprogramm finden Sie auf der Internet-Homepage des Hessischen Landestheaters unter www.theater-marburg.de

  • Theaterbusse

Das Landestheater bietet für Schulen und Kindergärten im Landkreis einen Busservice an. Der Eintrittspreis inklusive Bus kostet 8,50 Euro pro Person. Nötig ist eine schriftliche Anmeldung bis spätestens 25. Februar bei Juliane Nowak, Mail-Adresse: j.nowak@theater-marburg.de

  • Workshops

Anmeldungen nimmt der Verein SchulKultur bis 8. Februar entgegen, Postfach 200506, 35017 Marburg, Fax: 06421/ 616524, Rückfragen nur per E-Mail: schulkultur@web.de

  • Weitere Angebote

An Theaterinteressierte richten sich Inszenierungsgespräche und eine Veranstaltung zur Performance im Kindertheater. Mehr unter: www.theater-marburg.de

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr