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Theater der Buntheit ist wieder da

16. Marburger Varieté-Sommer Theater der Buntheit ist wieder da

Seit Jahren ist das ZAC-Varieté fester Bestandteil des Waggonhallen­programms. Das Kultur­zentrum hat Marburg mit tollen Shows als Varieté-Standort etabliert – beim Publikum ebenso wie bei Artisten.

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Madame LeLa aus Neuseeland ist im neuen Varietéprogram in der Waggonhalle zu sehen.

Quelle: Veranstalter

Marburg. Seine Blüte in Deutschland erlebte das Varieté in den sogenannten Goldenen 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Das Theater der Buntheit lockte mit Komikern, Artisten, Musikern, schrägen und grotesken Nummern die Menschen in Scharen in die Varietés.

Vor allem seit den späten 1980er Jahren erleben Varietés eine neue Blüte. Es gab zahlreiche Neugründungen vor allem in Großstädten. Marburg ist eine Ausnahme. Ohne Horst Lohr, besser bekannt als Zauberer Juno, gäbe es das ZAC-Varieté in der Waggonhalle nicht: 33 Programme hat er bisher für die Waggonhalle zusammengestellt, darunter 16 Sommer­varietés.

In diesem Jahr ist ihm die Programmzusammenstellung besonders schnell gelungen: „So leicht hatte ich es noch nie. Alle haben mich angerufen, wollten hier spielen“, sagt er. Dabei gibt es in der Waggonhalle gar keine festen und erst recht keine hohen Gagen – gespielt wird gegen Eintritt. Bleibt der Saal leer, bleibt auch die Kasse der Künstler leer.

Trotzdem kommen die Artisten, Magier, Komiker und Conferenciers gerne nach Marburg – und keineswegs nur Anfänger. Einerseits lockt sie die familiäre Atmosphäre in dem kleinen Kulturzentrum, außerdem haben selbst die Stars der Szene nicht immer ein Engagement.

In diesem Jahr kommt etwa Jochen Schell (links) in die Waggon­halle. Schell gilt als einer der besten deutschen Jongleure, tritt weltweit in großen Häusern auf. Er würde gerne in Marburg „eine neue Sache aus­probieren“, hat er Horst Lohr mitgeteilt. Madame LeLa & Co kommen vom anderen Ende der Welt. Die Artistin aus Neuseeland verlängert ihren Europa-Aufenthalt für das Sommervarieté.

Riccardo Mancini (rechts) ist ein ausgebildeter und vielbeschäftigter Opern-Tenor. Und ein Parodist. Und ein Imitator. So hört das Publikum nicht nur Mancini, sondern Frank Sinatra, Dean Martin, Elvis, Tom Jones und Luciano Pavarotti.

Der Bauchredner Frank Rossi (links) ist inzwischen ein alter Bekannter in der Waggonhalle und einer der erfolgreichsten deutschen Bauchredner. Durch das Programm führt der Lokalmatador Juno, der einige neue Tricks aus dem Hut zaubern will.

Live begleitet werden die Künstler von den „Jazzrobots“: Das Jazz-Quartett hat aufgrund vieler souveräner Auftritte längst eine eigene Fangemeinde. Neben den 13 ZAC-Shows gibt es wieder ein Rahmenprogramm: Riccardo Mancini präsentiert am 14. September ein Solo-Programm.

Für Kinder ab 5 Jahren präsentiert das fast Forward Theatre am 6. und 27. September jeweils um 15 Uhr „Die Kiste der 1000 Geschichten“. Und das Marburger Clowntheater Gina Ginelli zeigt am 13. September um 15 Uhr seinen Dau­erbrenner „Taluli im Märchenland“.

Premiere ist am Freitag, 4. September, um 20 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 5. (20 Uhr), 6. (18 Uhr), 9., 10., 11. und 12. (jeweils 20 Uhr), 13. (18 Uhr), 16., 17.,18. und 19. (jeweils 20 Uhr) sowie am 20. September (18 Uhr).

  • Karten gibt es im Vorverkauf unter anderem in der Waggonhalle und in den Geschäftsstellen der OP im Schlossberg-Center und Franz-Tuczek-Weg.

von Uwe Badouin

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