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„Eine Reise durch die Auen der Poesie“

„Theater Gegenstand“ „Eine Reise durch die Auen der Poesie“

Beim Stichwort „Sommernachtstraum“ denkt man natürlich sofort an Shakespeare. Beim Sommerprojekt von „Theater Gegenstand“ ist der Meister allerdings raus. Premiere ist am Dienstag.

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Im Stadtwald und im Wald auf den Lahnbergen zeigt das „Theater Gegenstand“ seine neue Sommerproduktion.

Quelle: Theater Gegenstand

Marburg. „In tausend Formen – ein Sommernachtstraum ganz ohne Shakespeare“. Da mag sich so mancher die Augen reiben wie der liebestolle Puck beim Anblick von Oberon. Aber in der Tat, der englische Dichterfürst soll zur Abwechslung einmal keine Rolle spielen bei diesem Stichwort. Einen verzauberten Wald nimmt die Truppe­ des „Theater Gegenstand“ zwar ebenfalls als Kulisse für ihr Stück, aber textlich stehen lauter deutsche Dichter im Mittelpunkt des Projekts.

„Eine Reise durch die Auen der Poesie und die Hügel hinan mit den Klassikern deutscher Lyrik“ versprechen die Macher den Besuchern. Um die Düfte des Sommers und des Waldes einzufangen, geht es nicht auf eine herkömmliche Theaterbühne, sondern in den Wald. Auf sechs „Inseln aus Licht“ wird es eine Performance geben: Die Namen „Ringelstern und Morgennatz“, „Der Balladenbaum“, „Insel der träumerischen Worte“, „Schattenbilder“, „Hinter dem Blick“ (eine Fühl-, Geruchs- und Hörsensation) sowie „Märchenzauber“ deuten an, worum es dabei jeweils geht.

Das Ensemble aus knapp 20 Männern und Frauen hat es sich zum Ziel gesetzt, den Zauber der Natur und der Liebe zu besingen, zu betanzen, zu beflüstern und zu bespielen. Die Performance auf jeder Insel wird etwa zehn Minuten dauern, erläutern Inga Berlin und Karin Winkelsträter, die für die Regie und die künstlerische Leitung verantwortlich zeichnen. Das Publikum besucht die Inseln in Kleingruppen von maximal 15 Personen, und über einen beleuchteten Weg wird die Gruppe dann weitergeführt.

Sommerprojekte an ­außergewöhnlichen Orten

Am Ende sind alle Besucher eingeladen, sich bei Wein und Gitarrenmusik weiter an der Schönheit des Waldes zu erfreuen. Jeweils drei Vorstellungen wird es im Freizeitgelände Stadtwald und am Spiegelslustturm auf den Lahnbergen geben. Die Spielstätten sind jeweils überdacht, aber aufs „kleine Schwarze“, das man gern mal im Theater trägt, sollte verzichtet werden – die Regisseurinnen empfehlen „festes Schuhwerk und dem Wetter angemessene Kleidung“.

Seit 2006 gab es bislang acht Sommerprojekte, immer an ­außergewöhnlichen Orten – von der Brückensinfonie am Ortenbergsteg bis hin zu „Don Quijote“ im vergangenen Jahr in der Elisabethkirche. Nun stehen Rilke und Ringelnatz, Goethe und Fontane sowie allerlei andere bekannte und auch unbekannte deutsche Dichter (und Dichterinnen!) inhaltlich Pate. Dass Profis und Amateure zusammenarbeiten, ist eine Grundkonstante bei „Theater Gegenstand“. Möglichst viele Menschen sollen auf der Bühne wie auch hinter den Kulissen aktiv kreativ sein können.

von Nadja Schwarzwäller

 Die Termine

Die Termine für „In tausend Formen – ein Sommernachtstraum ohne Shakespeare“: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, 15., 16. und 17. August, wird am Spiegelslustturm (Hermann-Bauer-Weg 2) gespielt, am Freitag, Samstag und Sonntag, 18., 19. und 20. August, im Freizeitgelände Stadtwald (Zum Runden Baum 2). Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr.

Alle Informationen gibt es auf der Homepage www.theater-gegenstand.de.

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