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Getanzte Facetten der Liebe

The Group Motion Dance Theater Getanzte Facetten der Liebe

Von ihrem Weg in den Tanz erzählten Brigitta Hermann und Manfred Fischbeck in der Waggonhalle. Zusammen leiten sie die Tanzcompagnie „The Group Motion Dance Theater“.

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„Der Tanz der Liebe“ wurde vor etwa 100 Jahren von der berühmten Choreographin Mary Wigman entwickelt.

Quelle: Nigar Ghasimi

Marburg. Dank einer Tante, die Opernsängerin war, bekam Hermann schon früh den Zugang zum Theater. Nachdem Sie an der renommierten Gret Palucca Schule in Dresden angenommen wurde, führte ihr Weg sie nach Berlin zu Mary Wigman, mit der sie in den Jahren 1957 bis 1962 zusammenarbeitete.

Gleiten, Schwingen, Drehen, Vibrato und Springen waren ­einige der Bewegungselemente, die bei Wigman geübt und zum Tanz entwickelt wurden. Dabei sei das Wichtigste die Verbindung zwischen Bewegung und Atem, weil die Ausstrahlung ­jeder Bewegung damit zu tun habe, so Brigitta Hermann.

Auch die Improvisation war ein wichtiges Element bei Wigman. Sie wurde jedoch stets nur als Eintritt in die Arbeit an einer Choreografie genutzt, nie auf der Bühne. Hier hat Group Motion, wie die Gruppe in den sechziger Jahren hieß, die Strukturen Wigmans aufgebrochen und diese weiterentwickelt, so dass ein Teil ihrer Arbeit daraus besteht, improvisierte choreografische Muster auf die Bühne zu bringen. Manfred Fischbeck traf erst während des Studiums auf den Tanz und auf Wigman. Er schloss sich „Group Motion“ 
an und es wurden die ersten Multimedia-Produktionen geschaffen.

Vielseitige Violinistin Judith Debasqueiras

Nach dem Vortrag gab es ­einen anschaulichen Teil mit einer ­Bearbeitung von Wigmans „Die sieben Tänze des Lebens“, die sie in den Jahren von 1908 bis 1921 entwickelte. Dabei manifestierte Wigman den Kampf mit den Widrigkeiten ihres Lebens. Gezeigt wurde in der Waggonhalle „Der Tanz der Liebe“.

Mit einer Collage aus unterschiedlichen Tänzen von klassischem Ballett über Street Dance hin zum Modern Dance verschafften die Tänzer des „The Group Motion Dance Theater“ sich Zugang zu den subtilsten Momenten des Zwischenmenschlichen und gingen dabei bis an den Abgrund, den das Ende einer Beziehung bedeuten kann. Als außerordentlich vielseitig zeigt sich auch die Violinistin Judith Debasqueiras, die nicht nur Geige und Bratsche, sondern den Flügel spielte. Mit tosendem Applaus bedankten sich die zahlreich erschienen Besucher für den interessanten Vortrag und die tänzerische Darbietung.

von Nigar Ghasimi

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