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Textsicheres Publikum feiert mit Band

KFZ: „Von wegen Lisbeth“ Textsicheres Publikum feiert mit Band

600 Menschen brüllten, sangen und trommelten auf den Boden, als die fünf Jungs der Band „Von wegen Lisbeth“ zum Abschluss ihrer Tournee zum ersten Mal in Marburg auftraten.

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Die Musiker von „Von wegen Lisbeth“ heizten dem Publikum ein.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg.  Das Publikum, erwartungsgemäß größtenteils im Studentenalter, war offensichtlich textsicher. Als Vorband heizten „OVE“, benannt nach Bandleader Ove Thomsen, mit Songs wie „Ich will ein Haus bauen“ oder „Blindenhund“ dem Publikum ordentlich ein. „Leute ihr müsst verstehen, wir sind so eine kleine Scheißband, dass wir heute überhaupt hier sein dürfen, das verdanken wir nur denen“, bemerkte Thomsen ganz bescheiden zum Abschluss.

Neben der Energie in den Texten und dem größtenteils positiven Ton in den Songs haben die beiden Bands auch gleich einen Song mit demselben Titel gemeinsam, nämlich einfach 
„Lisa“. Und das ist Robert ­Tischers Lieblingssong, der bei „Von wegen Lisbeth“ am Synthesizer steht und als Einziger von den Jungs schon mal in Marburg war.

„Ich hab‘ mal versucht von hier bis zurück nach Berlin zu trampen, das hat aber so gar nicht funktioniert. Trotzdem ist das eine super schöne Stadt mit tollen Kneipen. Nur dieser rostige Nagel, das klingt echt widerlich“, zog der Musiker Bilanz. Wie der Rest der Truppe studiert auch Tischer noch.

Alles Geschmackssache

Ob die fünf Jungs, die sich seinerzeit im Beethoven-Gymnasium kennenlernten, der Uni treu bleiben werden, steht noch in den Sternen, denn jetzt startet erst einmal die Musikkarriere durch. „Klar, den Bachelor machen wir wohl noch fertig, aber danach steht derzeit die Musik klar im Vordergrund“, so Tischer.

Welcher der beiden „Lisa“-Songs nun besser gefällt, etwa Passagen wie „Lisaaaa ich hab‘ ein Haus gebaut, komm‘ rein“ von „OVE“ oder „Ich werd‘ jede meiner Niederlagen feierlich auf Händen tragen“ von „Von wegen Lisbeth“, ist wohl wie so vieles Geschmackssache. Beim Publikum jedenfalls sorgten beide Songs für Begeisterung.

Nur was hat es eigentlich mit dem seltsamen Namen der Berliner Band auf sich? Bassist Julian Hölting gibt Auskunft: „So eine richtige Antwort gibt‘s da eigentlich gar nicht. Da war jetzt keine Lisbeth oder so, die einer von uns kannte. Wir wollten einfach irgendwas, das im Ohr bleibt und möglichst sinnfrei ist, das hat bei uns Tradition. Die erste Band hieß noch ‚Fluchtweg‘“.

von Marcus Hergenhan

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