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Swingend in die Weihnachtszeit

Konzerte des Gymnasium Philippinum Swingend in die Weihnachtszeit

Standesgemäß findet das traditionelle Weihnachtskonzert des Gymnasiums Philippinum an zwei Abenden statt, um der großen Nachfrage einigermaßen gerecht zu werden.

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Vor der Pause musizierten und sangen alle Schüler gemeinsam mit dem Publikum „O du fröhliche“.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Die Zuhörer feierten begeistert die ansprechenden, teils sehr niveauvollen Darbietungen der verschiedenen Chöre, Orchester, der Konzertband und der Big Band.

Von Barock bis Pop, von Jazz bis zum Weihnachtsoratorium reichte die Bandbreite der von Chören und Orchestern aller Altersstufen und der Big Band vorgetragenen Darbietungen.

Etwa 300 Schülerinnen und Schüler traten auf und rissen die mehr als 1600 Zuhörer am Samstag- und Sonntagabend im Audimax mit einem stimmungsvollen Klangerlebnis immer wieder zu jubelndem Beifall hin.

Erst traurig, dann hoffnungsfroh

Manchmal auch verfrüht. Im zweiten Teil des dreistündigen Konzerts hatte Dirigent André Kutsch, der das Konzert mit Rosemarie Ciupka-Opper, Alexander Meyer und Antje Oliver leitete, mehrmals Mühe, das Publikum von Zwischenapplaus abzuhalten. Anders als zumeist in den vergangenen Jahren ging es diesmal nicht mit swingenden Big-Band-Klängen zu Ende, sondern ruhig und besinnlich.

Nach der Pause stand sogar zuerst Trauermusik auf dem Programm. Das „ensemble philippinum“ trug im bis auf das Nötigste abgedunkelten Raum zunächst den bewegenden Introitus Lacrimosa aus Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem in d-Moll vor, bei dem Sopranistin Karin Shima als Solistin glänzte.

Hoffnungsfroher wurde die Stimmung dann bei der Ersten Kantate aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“, mit der die Gesangsklasse 5 und 6, der Kleine Chor, der Große Chor und das Kammerorchester sowie Felicia Martin (Alt), Hubert Schmid (Tenor), David Hilberg und Tim-Lukas Reuter (Bass) als ­Solisten die Zuhörer musikalisch sehr überzeugend und im bei der Größe des Ensembles beeindruckend harmonischen Zusammenklang auf das bevorstehende Fest der Geburt Jesu vorbereiteten. Zum traditionellen Finale, dem feierlich-fröhlichen Abschluss mit „Psallite unigenito“, waren wie stets ehemalige Schüler zum Mitsingen eingeladen.

Jona Rehlich begeistern am Bass

Den Auftakt des Konzertes hatte diesmal das Große Orchester mit Johannes Brahms Tragischer Ouvertüre in d-Moll übernommen. Erst danach boten die Jüngsten einen Einblick in die engagierte Arbeit des Gymnasiums mit seinem musikalischen Schwerpunkt. Bläser- und Streicherklassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 spielten Weihnachtspotpourris, aber auch einen „Calypso“ und die „Open String Samba“ sowie zusammen mit der Konzertband „Rudolph, the red nosed reindeer“. Das Kleine Orchester gefiel­ ­unter anderem mit dem ­bekannten Thema aus Antonin Dvoraks 9. Sinfonie „Aus ­
der Neuen Welt“.

Welche Erfolge die Musikarbeit am Philippinum immer wieder zeitigt, verdeutlichte der Auftritt des Kammerorchesters mit Jona Rehlich am Kontrabass. Beim ersten Satz aus Franz Anton Hoffmeisters Kontrabasskonzert Nr. 1 zeigte der Abiturient zur Begeisterung der Zuhörer, warum er dieses Jahr ins Landes- und Bundesjugendorchester berufen wurde.

Schwungvoll leitete die Big Band mit dem Jazzstück „Água de beber“ sowie Pharrell Williams Hit „Happy“ zur Pause über, vor der aber noch alle gemeinsam „O du fröhliche“ spielten und sangen.

von Manfred Schubert

Die Big Band des Philippiums spielte unter anderem den Pop-Hit „Happy“ von Pharrell Williams. Foto: Manfred Schubert
 
 
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