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Stürmischer Applaus für junge Tenöre

Konzert Stürmischer Applaus für junge Tenöre

Ein beeindruckendes Konzert, geboten von gleich acht stimmgewaltigen Tenören, erlebten am Freitagabend fast 400 Besucher in der Stadtallendorfer Stadthalle. Am Ende gab es Standing Ovations für "The International Magic Tenors".

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Gut gelaunt und gekonnt präsentierten „The International Magic Tenors“ in der Stadtallendorfer Stadthalle ein abwechslungsreiches Programm.Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Dass Tenöre nicht ausschließlich Klassik singen müssen, bewiesen eindrucksvoll die Sänger aus England, USA, Ungarn, Italien, Finnland, Irland und Zypern, die als „The International Magic Tenors“ auf Tournee sind. Das Ensemble ist nach eigenen Angaben seit vier Jahren in Deutschland unterwegs, hat dabei rund 200000 Kilometer zurückgelegt und in vielen Großstädten Triumphe gefeiert. In Stadtallendorf präsentierten die acht jungen Männer in mehr als zwei Stunden ein abwechslungsreiches Programm, in dem italienische Canzonen ebenso vertreten waren wie Operette, Oper und Musical, aber auch Rock und Pop. Durch die geschickte Liedauswahl kamen Liebhaber verschiedenster Musikrichtungen auf ihre Kosten. Hinzu kam eine gelungene Choreografie mit viel Bewegung und Tempo.

„Ameno by Era“ bildete den Einstieg, gefolgt von Simon und Garfunkels „Bridge over troubled Waters“ und John Paul Youngs „Love is in the Air“. Die acht Tenöre verfügten über alles, was sie zu Lieblingen des Publikums kürte. Charme, Gold in der Kehle, jugendliche Ausstrahlung und Humor. Sie überzeugten sowohl gemeinsam im Chor als auch solistisch auch mit deutschen Songs wie Udo Jürgens‘ Hit „Mit 66 Jahren“ oder „Dein ist mein ganzes Herz“ aus der Operette „Das Land des Lächelns“.

Nachdem sie schon vor der Pause ihr großes musikalisches Können mit „La Donne e Mobile“ aus Giuseppe Verdis Oper Rigoletto, „Sounds of Silence“, einem der größten Hits von Simon und Garfunkel sowie Medleys von Tom Jones, ABBA und den Bee Gees geboten hatten, liefen sie im zweiten Teil mit Musikstücken wie „Sailing“, „Nessun Dorma“ und der „Bohemian Rhapsody“, das Freddy Mercury von der Gruppe Queen zu einem Welterfolg gemacht hatte, zur Höchstform auf. Eindrucksvoll waren die beiden A-capella-Auftritte mit der „Unchained Melody“ und „Wild Rover“, dem irischen Original des Partyschlagers „An der Nordseeküste“.

Der krönende Abschluss war eine bunte Aneinanderreihung von bekannten Evergreens wie „O Happy Day“, Frank Sinatras „My Way“ oder „Music“. Zum Abschluss sangen alle Besucher dann noch dem aus Ungarn stammenden Tenor Simon Hollasi mit „Happy Birthday“ ein Geburtstagsständchen. Erst nach einer dreifachen Zugabe, die mit „La Le Lu“, „Twist and Shout“ von den Beatles, bei dem einige Damen sogar ein Tänzchen mit einigen Akteuren wagten, sowie einem wundervollen Arrangement von John Lennons „Hey Jude“ endete, wurden die Künstler mit einem kaum enden wollenden Applaus und Standing Ovations entlassen.

von Alfons Wieber

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