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Stürmischer Applaus für „Joy of Life“

Gospelkonzert Stürmischer Applaus für „Joy of Life“

Chorleiter Jean Kleeb war nach dem Konzert am Sonntag sichtlich zufrieden mit seinen Sängerinnen und Sängern. Sie hatten ein mitreißendes Konzert geboten.

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Der Chor „Joy of Life“ der Kurhessischen Kantorei Marburg lud in der Lutherischen Pfarrkirche 450 Zuhörer zur musikalischen Feier der Freude und des Staunens über Welt, über Schöpfung und Gott ein.Foto: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. „Das war ein äußerst bewegendes Konzert“, sagte eine ältere Besucherin zu ihrer Begleiterin strahlend, während sie zu den Klängen des südafrikanischen Liedes „Moretele“ aus der Pforte der Lutherischen Pfarrkirche trat. Die Sängerinnen und Sänger vom Chor „Joy of Life“ der Kurhessischen Kantorei Marburg hatten sich nach ihrem Auszug aus dem Kirchenraum rechts und links vor dem Ausgang aufgestellt und entließen die etwa 450 Besucher mit einem klingenden Abschiedsgruß in die herbstliche Nacht.

„Celebrate! - Eine Einladung zur Freude“ hatte „Joy of Life“ sein Programm betitelt. Und es gelang den von Jean Kleeb geleiteten Sängern, die von Andreas Hofacker am Piano, Sven Demandt am Schlagzeug, Eric Weidner an der E-Gitarre und Dirk Kunz am Bass unterstützt wurden, den begeisterten Zuhörern diese Freude über die Welt, die Schöpfung und Gott 90 Minuten lang zu vermitteln.

Sei es mit rhythmusbetonten und mit kleinen Choreografien angereicherten afrikanischen Liedern, mit schwungvollen Gospels wie dem titelgebenden „Celebrate!“ von Keith Hampton, bei dem kräftig mitgeklatscht wurde, sei es mit ruhigerem Ausdruck der Freude wie dem irischen Reisesegen „May the road“ in wohlklingendem neuem Arrangement von Jean Kleeb. Oder in dem gefühlvollen indianischen Abendlied „Evening Rise“.

Mit jubelndem Beifall feierten die Besucher insbesondere die beiden größeren Werke. Die Rock-Cantate „The Creation“ von den amerikanischen Komponisten David Bobrowitz und Steven Porter für Solisten, Chor und Instrumentalbegleitung stellte jeden der sieben Schöpfungstage in einem eigen Stil von Rock- bis Gospelmusik dar.

Das „Gospel Magnificat“ von Robert Ray für Chor und Instrumentalbegleitung beeindruckte mit großer dynamischer Spannweite zwischen Kontemplation und fast ekstatischen Momenten. Solistin Marlene Mahl drückte als Maria im Text aus dem Lukasevangelium bewegend ihre Freude über die Verkündigung sowie ihre Vision einer gerechten Welt aus.

von Manfred Schubert

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