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Stück erzählt von einer Jugend im Dorf

Willi Schmidts „Hotel zur langen Dämmerung“ Stück erzählt von einer Jugend im Dorf

Willi Schmidt (56) ist einer der, nein – er ist der aktivste heimische Dramatiker. Am Freitag hat um 20 Uhr das neue Stück des in Wittelsberg aufgewachsenen Autors und Waggonhallen-Mitbegründers Premiere.

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Autor und Regisseur Willi Schmidt inszeniert in der Waggonhalle sein Stück „Hotel zur langen Dämmerung“.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. „Hotel zur langen Dämmerung. Eine Jugend auf dem Dorf in den 80er Jahren“ ist das inzwischen 15. Stück von Schmidt – wieder spielt es in der Region, wieder greift er, wie in seiner sehr erfolgreichen „Wirtshaus an der Lahn“-Trilogie oder seiner „In die neue Welt“-Trilogie mit viel Lokalkolorit gesellschaftliche und historische Themen auf.

„Hotel zur langen Dämmerung“ spielt in der jüngeren deutschen Vergangenheit – in der Zeit zwischen Herbst 1981 und Sommer 1982. Angesiedelt ist seine Geschichte aus der Frühzeit der deutschen Bürgerbewegungen gegen Brokdorf, Gorleben, die Nato-Nachrüstung und in diesem Fall vor allem gegen die Startbahn West in einem unbestimmten hessischen Dorf. „Das Stück konnte eigentlich überall spielen“, sagt Schmidt, der einmal mehr aus seinen eigenen Dorferfahrungen schöpft, und selbst Regie führt.

Willi Schmidt erzählt von einer Jugend-Clique, die in der Enge des dörflichen Alltags auf der Suche ist nach alternativen Lebensformen. Es ist die Zeit, als die geburtenstarken Jahrgänge das Bild der Gesellschaft jugendlich prägten. Die Zeit, als überall selbstverwaltete Jugendclubs gegründet wurden. Das „Hotel zur langen Dämmerung“ ist das Haus eines Mädchens, deren Eltern verreist sind. Dort lebt, liebt und streitet man um Gegenwart und Zukunft.

Das Stück ist wieder eine große Waggonhallen-Produktion: 13 Darsteller wirken mit. Hinzu kommen Willi Schmidt als Erzähler und die beiden Musiker Anita Naumann (Gesang) und Gangolf Seitz (Klavier), die mit Songs von Konstantin Wecker, Lou Reed oder Bob Marley musikalisch-atmosphärische Stimmungen dieser bewegten Zeit einfangen.

  • Premiere ist am Freitag, 18. März, um 20 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 19., 26., 28. und 31. März sowie am 1., 2., 3., 7. und 8. April jeweils um 20 Uhr.

von Uwe Badouin

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