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Studierende planen Plattform für neue Musik

Trugschluss Studierende planen Plattform für neue Musik

„trugschluss“ ist ein Zusammenschluss von Marburger Studierenden. Sie wollen ein neues Konzertformat für zeitgenössische Musik etablieren.

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Das junge „trugschluss“-Team: Juliane Busse (von links), Larissa Scheidt, Steven Böhringer, Markus Treier, Julian Kämper und Johanna Wenzel.Foto: Jan Henrik Dodenhof

Marburg. Es ist bemerkenswert, was derzeit in der Marburger Musiklandschaft passiert:

n Der Verein musica europa präsentiert, inszeniert und produziert seit 2012 Opernfestspiele im Marburger Schloss.

n Im April gründeten Jugendliche und junge Erwachsene den Verein Musikkultur Marburg-Biedenkopf, um vor allem Bands aus der heimischen Rock- und Popszene besser zu vernetzen (die OP berichtete am Mittwoch).

n Gleichzeitig geht ein weiterer Verein namens „trugschluss“ an den Start, der eine weitere Lücke in der Marburger Musiklandschaft füllen will: Aktuelle oder Neue Musik. Gegründet wurde der Verein Anfang Januar von Marburger Studierenden des Fachbereichs Kunst, Musik und Medien rund um Markus Treier (1. Vorsitzender), Juliane Busse (2. Vorsitzende) und Steven Böhringer (3. Vorsitzender).

Der Verein will „das Marburger Kulturangebot um eine Plattform für Musik bereichern, die abseits des alltäglichen Kulturbetriebs stattfindet“ und das Publikum „überraschen mit Konzerten, die dem Hörer Unerhörtes offenbaren und Spielstätten, die im Alltag nicht als solche wahrgenommen werden“.

Im Mittelpunkt stehen deshalb Komponisten und Interpreten, die sich im musikalischen Hier und Jetzt befinden. Den Aufschlag macht am kommenden Dienstag, 6. Mai, der Pianist Sebastian Berweck mit einem multimedialen Setup und einem Programm, das von einer Symbiose aus Akustik und Visualität durchzogen ist. Das Konzert beginnt um 21 Uhr im Master-Atelier des Fachbereichs Bildende Kunst.

Der Ort macht deutlich, was das junge Team will: Die angehenden Musik- und Medienwissenschaftler wollen bereits bestehende Netzwerke von Marburger Kreativen aus unterschiedlichen Kunstrichtungen nutzen, auf- und ausbauen. So ist etwa beim Auftaktkonzert eine Kunstausstellung geplant,.Es wird, so Treier, auch Videokunst gezeigt und in dieser Verbindung „anknüpfen an die Lebenswelt heutiger Jugendlicher und Studierender“, die wie selbstverständlich mit sozialen Netzwerken und Plattformen wie YouTube aufwachsen.

Vier Konzerte plant „trugschluss“ in diesem Jahr: Ein Konzert mit Werken junger internationaler Komponisten, die sich speziell dem Basler Green Fairy’s Duo, widmen ist ebenso vorgesehen wie ein Porträtkonzert mit Paul Hübner, das die klanglichen Möglichkeiten der Trompete ausreizen und „andererseits von performativen-improvisatorischen Momenten geprägt“ sein soll.

Eine Mischung aus Performance-Art und postmodernem Tanztheater, entwickelt von dem jungen Künstlerkollektiv Wald, bildet den Saisonabschluss.

„konzert #eins. pianohero“ mit dem Pianisten Sebastian Berweck ist am Dienstag, 6. Mai, um 21 Uhr im Atelier der Bildenden Künste, Rudolf-Bultmann-Straße 4 a. Mehr im Internet unter www.trugschluss.de

von Uwe Badouin

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