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Ein perfekter Sonnenuntergang

Konzert des Studenten-Sinfonie-Orchesters Ein perfekter Sonnenuntergang

Das Studenten-Sinfonie-Orchester Marburg und die Solistin Orit Orbach gaben am Auftaktabend des Stadtfests „3 Tage Marburg“ ein gelungenes Konzert auf der Freilichtbühne im Schlosspark.

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Das Studenten-Sinfonie-Orchester Marburg spielte unter der Leitung von Ulrich Manfred Metzger.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Das Studenten-Sinfonie-Orchester Marburg untermalte am Freitag mit seinem Klassik-Programm das traditionelle Höhenfeuerwerk zum Auftakt von „3 Tage Marburg“ auf der Freilichtbühne am Schlosspark. Unter der Leitung von Manfred Metzger präsentierte das studentische Ensemble vor dem Feuerwerk bekannte Klassiker, wie Pjiotr Illjitsch Tschaikowskis „Blumenwalzer“ aus der Nussknacker Suite und Charles Camille Saint-Saens „Danse Macabre“.

Außerdem bekam das Orchester auch in diesem Jahr wieder solistische Unterstützung. Diesmal durch die international bekannte Bassklarinettistin Orit Orbach aus Israel. Vor der untergehenden Sommersonne spielten sie gemeinsam Andre Hajdus andachtsvolles „Truat Melech, Jewish Rapsody for Clarinet and String Orchestra“ und versetzten die Zuhörer in gespanntes und ehrfurchtsvolles Staunen.

Beschwingt in den Sommerabend

500 Zuschauer zog es zum traditionellen Klassik-Konzert des SSO, das mit dem großen Eröffnungsfeuerwerk für „3 Tage Marburg“ abschloss. Besucher aller Altersklassen drängten sich um die besten Plätze, die sowohl eine gute Sicht auf das Orchester als auch auf das bevorstehende Spektakel gaben.

Das Ensemble eröffnete sein Programm mit Tschaikowskis „Blumenwalzer“, der dem Abend sofort einen festlichen Charakter einhauchte. Die sanften Klänge der Bläser untermauerten das beschwingte Spiel der Streicher. Sie gaben der sich nahenden Abendröte einen unvergleichlichen Zauber, der die Zuschauer schon mit den ersten Tönen des Stückes in seinen Bann zog.

Ab geht die Party und die Party geht ab: Vor den Konzertbühnen wurde die Stimmung auf dem Volksfest "3 Tage Marburg" besser, je später die Abende wurden. Tagsüber hemmten die Temperaturen das Temperament.

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In den Sonnenuntergang begleiteten Orchester und Orit Orbach ihre Hörer mit Andre Hajdus „Truat Melech, Jewish Rapsody for Clarinet and String Orchestra“, das ein Wechselspiel zwischen der Soloklarinette und dem Ensemble darstellt.

Die kraftvolle Spielweise Orbachs harmonierte mit dem ausdifferenzierten Spiel des SSO, sodass jeder einzelne Ton den Zuhörer einnahm; die Fülle der Komposition wurde nachvollziehbar gemacht, ohne dass sie zu schwer und überladen daherkam.

Vom Feuerwerk aufs Piratenschiff

Über der eingekehrten Dunkelheit schlug auch das Orchester düstere Töne an. Mit Pjitr Illjitsch Tschaikowskis „Romeo und Julia“ brachte das Ensemble den verwunschenen Märchenwald in den Schlosspark. Durch den ausgewogenen Klangeindruck, der vom Orchester vermittelt wurde, fiel es dem Hörer nicht schwer, den geheimnisvollen Charakter des Stückes in sich aufzunehmen und die Gedanken rund um die Musik schweifen zu lassen.

Kurz darauf sollte auch schon das Highlight des Abends folgen, das Feuerwerk, begleitet von Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik.

Punktgenau zündete das erste Feuerwerk zu den ersten Tönen der festlichen Musik. Den Zuschauern bot sich ein schlichtweg atemberaubendes Bild in der Kulisse der Freilichtbühne. Während das Orchester leidenschaftlich und unnachgiebig kraftvoll spielte, hüllte das Feuerwerk den Park in seine bunten Farben. Die majestätischen Klänge der Musik Händels untermalten das Spektakel perfekt und hinterließen staunende, teils berührte Eindrücke im Publikum.

Das SSO ließ es sich im Anschluss nicht nehmen, seine begeisterten Zuhörer mit einer wohlbekannten Zugabe zu belohnen, der Titelmusik aus dem Film „Fluch der Karibik“. Einmal mehr zeigte das Orchester sein Talent für das Herausarbeiten der verschiedenen Stimmungen einer Komposition, sodass sich das Ensemble den abschließenden Jubel mehr als verdient hat.

von Luisa Göhler

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