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Streifzug durch viele Jahre Kamerageschichte

Günter Giesenfeld präsentiert Sammlerstücke Streifzug durch viele Jahre Kamerageschichte

Seinen ersten Film drehte er noch mit einer geliehenen Kamera. Dann folgten fast 50 Jahre als 
„Jäger und Sammler“. Nun hat Günter Giesenfeld ein kleines Kameramuseum eröffnet.

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Dicht an dicht stehen die Ausstellungsstücke in Günter Giesenfelds kleinen Kameramuseum.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Ein Modell mit „Verschließbarer Sektorenblende“. Eines mit „dreifach Objektivrevolver“. Dicht an dicht stehen sie aufgereiht, die Schätze aus Günter Giesenfelds Sammlung. Jede Kamera ist mit einem kleinen Schild versehen und verrät etwas über ihre Besonderheit. „B & H hat mehrere Modelle in Etuiform auf den Markt gebracht. Aber keine ist so schön wie diese“, steht da zum Beispiel zur „Bell & Howell Filmo 175“, gebaut 1928, mit Ledereinprägungen über dem Gehäuse.

Ebenso gedrängt, wie die Kameras in einem ehemaligen Geschäft „Am Grün 44“ auf ihre Regale geschraubt sind, verfolgten auch die gut 40 Gäste die Eröffnung des Museums in dem kleinen Raum.

Günter Giesenfeld – bis zum Jahr 2003 Professor für Neuere Deutsche Literatur und Medien an der Philipps-Universität – erklärte, es gebe schon ­einige und deutlich größere Kameramuseen in Deutschland. Sein Antrieb, die gesammelten Kameras auszustellen, sei der, noch einmal ins Bewusstsein zu bringen, was es da im Laufe der Jahrzehnte alles gegeben hat.

Und was es gegeben hat ist eine Filmtechnik, die laut des Experten „sowas von perfekt“ war in ihren letzten Jahren und die nun praktisch ausgestorben ist. Die älteste Kamera ist aus dem Jahr 1915 – und sie läuft bis heute. Auch ein alter Schnittplatz ist in dem kleinen Museum eingerichtet.

Neben Normal-8- und Super-8-
Kameras finden die Besucher auch die „Debrie“ und die „Bamberg“ – zwei legendäre Studiokameras. Und wer mehr zu den Kameras erfahren möchte, als auf ein kleines Schild passt, dem kann Günter Giesenfeld jede Menge Geschichten über seine Sammlerstücke erzählen.

  • Das Museum befindet sich „Am Grün 44“ und ist jeden Sonntag geöffnet.

von Nadja Schwarzwäller

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