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Stehende Ovationen für Joja Wendt

Konzert Stehende Ovationen für Joja Wendt

Wie kann man Erwachsenen und Kindern klassische Musik unterhaltsam nahe bringen? Der Pianist Joja Wendt zeigte es am Sonntagabend in der Marburger Stadthalle – und bekam stehende Ovationen dafür.

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Joja Wendt am Flügel. Der Hamburger Pianist präsentierte in der Marburger Stadthalle sein neues Programm „Im Zeichen der Lyra“.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Joja Wendt zauberte – einen ganzen Abend lang. Rund 400 Musikfreunde, darunter etliche Kinder, verfolgten auf einer Projektionswand atemlos das Spiel seiner Hände auf dem Flügel und staunten nicht schlecht: Unglaublich, mit welcher Geschwindigkeit die Finger über die Tasten flogen, unglaublich, mit welcher Leichtigkeit und Präzision er spielte. Niemals wirkte der Hamburger Pianist verkrampft. Im Gegenteil, er sprühte vor Spielfreude, hatte stets ein Lächeln auf den Lippen und ließ alle seine Leidenschaft für die Musik spüren.

Joja Wendt präsentierte am Sonntagabend sein neues Tournee-Programm „Im Zeichen der Lyra“. Die Lyra gilt als Urmutter aller Saiteninstrumente, also auch des Klaviers, und ist ein Symbol für die Musik. In lockerer Folge erzählte der Künstler eine musikalische Geschichte, deren Held das Klavier ist, das um seine Freiheit zum Improvisieren kämpft. Im Laufe der Geschichte wechselte der Pianist ständig zwischen den Genres, spielte mal ein Stück aus der Klassik, mal aus dem Jazz, und manchmal verquickte er beides.

Heraus kam eine höchst unterhaltsame Mischung, getragen von seiner virtuosen Spielkunst. Der sympathische Künstler verstand es, im Laufe des Abends viele kurzweilige Elemente einzuflechten: Er spielte mit den Händen über Kreuz, im Sitzen und im Stehen, auf Klavier und Flügel gleichzeitig und „im Duell“ mit einem virtuosen Geiger.

Am Schluss des fast zweistündigen Konzertes tobte der Saal vor Begeisterung. Mit tosendem Applaus und energischem Fußgetrappel forderten die Zuschauer Zugabe um Zugabe und feierten den Künstler schließlich mit stehenden Ovationen.

von Bettina Preussner

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