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Staunen und mitmachen

13. Wintervarieté in der Waggonhalle Staunen und mitmachen

Auf einem drei Meter 
hohen Einrad Messer jonglieren oder im Kopfstand Gegenstände mit den 
Füßen balancieren: Bitte nicht nachmachen, sondern unbedingt in der Waggonhalle ansehen.

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Beim Wintervarieté zeigt Nora Zoller ausgefeilte choreografierte Artistik, Moderator Jan Mattheis tritt auch als Bauchredner auf, und Rodolfo Reyes jongliert mit den Füßen im Kopfstand.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Wer gar nicht mehr an sich halten kann vor lauter Begeisterung, der soll sich keinen Zwang antun im ZAC Wintervarieté. Moderator Jan Mattheis verweist auf die angeblich extra geschaffene „Beißkante“ an der Bühne, die angeblich nach Pfirsich-Maracuja schmeckt.

In der Tat ist jeder Zuschauer, der sich vom aktuellen Programm nicht begeistern lässt, selbst schuld. Allerdings ist angesichts der zum Teil halsbrecherisch anmutenden Darbietungen ein gewisser Sicherheitsabstand zum Geschehen durchaus anzuraten. Also Finger und Zähne weg von der Bühne, dafür lieber die Augen ganz konzentriert auf die Künstler richten.

Jan Mattheis macht schon mal einen klasse Job – sowohl als Moderator als auch als Bauchredner. Er hat „Madame Chichi“ im Gepäck und holt bei einer zweiten Nummer zwei Zuschauer auf die Bühne, die auf Händedruck nicht mehr tun, als den Mund zu öffnen und zu schließen.

„NilyNils“ auf dem Einrad des Todes

Was ihnen Mattheis da verbal hineinlegt, brachte die Zuschauer der Vorpremiere am Donnerstagabend dazu, Tränen zu lachen. Kein Wunder, der Mann kommt aus dem „Rio Deutschlands“, wie er selbst erklärt: Hannover. Er tritt im Rahmen des Wintervarietés auch in einer Solo-Show auf.

Aus England angereist ist die gelernte Schauspielerin und Tänzerin Terisa. Bereits 2006 ist sie mit ihren Hula-Hoop-Reifen in Marburg zu Gast gewesen, in diesem Jahr steigt sie außerdem in ihren „Fantasy Globe“ – eine transparente Kugel, die sie durch Bewegung und Lichteffekte in Fantasiewelten verwandelt. Ebenfalls mit Licht arbeitet „NilyNils“. Artist und Entertainer Nils Müller jongliert auf der komplett dunklen Bühne mit beleuchteten Kegeln und kreiert so tolle Effekte.

Für seine zweite Darbietung braucht es dann gleich drei starke und mutige Männer aus dem Publikum: Auf sein „Drei-Meter-Hoch-Einrad des Todes“ muss „NilyNils“ nämlich erst einmal raufkommen. Das ist zunächst charmant und witzig und dann richtig spektakulär – spätestens, wenn Messer ins Spiel kommen.

Rodolfo Reyes schlägt in Sachen Jonglage buchstäblich den umgedrehten Weg ein: Er jongliert mit den Füßen, im Kopfstand. „Kopfstandequilibrist“ lautet die korrekte Berufsbezeichnung. Außerdem ist Reyes Guinness-Weltrekord-Halter im Ein-Arm-Springen.

Magier beeindruckt mit seinen Tricks

Die 22-jährige Schweizerin Nora Zoller zeigt eine wunderschön choreografierte Artistik im Luftring und im Cyr Wheel, eine Art Rhönrad, nur mit einem Reifen. Sie ist mit dem „Cirque Éloize“ derzeit auf einer zweijährigen Welttournee und nutzt eine Pause, um in Marburg zu gastieren.

Nora Zoller wird nur in den Vorstellungen bis zum 7. Februar zu sehen sein, vom 10. bis zum 21. ergänzt Cecilia Hedlund mit ihrer spektakulären Handstandakrobatik das ZAC-Team. Terisa und Rodolfo Reyes werden indes nicht in der Show diesen Samstag zu sehen sein.

Fester Bestandteil aller Varietés ist der Marburger Lokalmatador Juno. „Magierburg“ sollte die Stadt wegen ihm längst heißen, findet Jan Mattheis. Juno bringt dem Publikum einen Trick bei, mit dem jede Party auf dem Tiefpunkt gerettet werden kann. „Finde das Tuch.“ Aber schlag dir nicht auf die Hosentasche, in der das Ei ist. Ebenfalls wieder mit von der Partie: die „Jazz-Robots“ in neuer Besetzung.

  • Bis zum 21. Februar gibt es 17 weitere Vorstellungen des Wintervarietés. Im Rahmen des Varietés finden weitere Veranstaltungen statt: Am 15. Februar kommt etwa Tim Boltz für einen literarisch-musikalischen Abend, am 23. Februar Magier Sebastian Nicholas sowie Marcus Jeroch, der am 27. Februar Comedy serviert. Außerdem ist Jan Mattheis am 2. März mit seinem Solo-Programm zu sehen. Alle Informationen gibt es im Internet unter www.waggonhalle.de.

von Nadja Schwarzwäller

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