Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Möge die Macht mit ihnen sein

„Star Wars Reads Day“ Möge die Macht mit ihnen sein

„Star Wars Reads Day“ in der Marburger Stadtbücherei: Das bedeutet ein echtes Abenteuer für kleine „Star Wars“-Fans. Wann wird man schon mal zu einem Jedi-Ritter geschlagen?

Voriger Artikel
„Mundmukke“ und „Extrem-a-cappella“
Nächster Artikel
Amigos sind locker und nah an den Fans

Die Jedi-Ritter der Stadtbücherei führen ihren jungen Padawane (Schüler) in die Kunst des Lichtschwert-Baus ein.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. „Willkommen in der Jedi-Akademie!“ Schon beim Betreten der Stadtbücherei werden die Kinder stilecht begrüßt. Mitarbeiter sind in Kostüme gewandet und nach dem „Check-In“ im Erdgeschoss bekommen die „Padawane“ (im „Star Wars“-Universum die Bezeichnung für Jedi-Schüler) erst einmal neue Namen. „Hä? So heiß‘ ich doch gar nicht?“ Doch, in der Marburger Jedi-Akademie schon. Da wird jeder Padawan einfach mal auf rückwärts angesprochen.

Zwei Jungen ziehen sich bei ihrem Eintreffen noch rasch um, die Schwestern „Amme“ und „Arik“ sehen schon aus wie ­Luke und Leia.

Wie kommt man mit gerade mal sechs und acht Jahren schon dazu, ein „Star Wars“-Fan zu sein? „Wir haben von den Filmen schon den vierten und den fünften gesehen“, erzählen die beiden. Papa ist schuld, verrät die Mutter. Die vierte Episode war der erste Film, der in den 1970er-Jahren entstand. Inzwischen hat „Star Wars“ ein Revival erlebt und im Dezember wird der neueste Film in die ­Kinos kommen.

Aber egal, ob im Kostüm oder im Fußballtrikot: Jeder Padawan wird begrüßt und von Anakin Skywalker – der Sohn einer Mitarbeiterin der Stadtbücherei, der im letzten Jahr auch schon bei der Akademie dabei war – im Aufzug nach oben begleitet. Die Mama von Amme und Arik will sich noch verabschieden, da sind die beiden auch schon weg. Von Trennungsschmerz keine Spur. Viel zu spannend, was alles gleich passiert. Und Bibliotheksleiter Jürgen Hölzer wundert sich zwischendurch im Erdgeschoss, wie mucksmäuschenstill da oben alles ist.

Viel Liebe zum Detail

Im ersten Stock warten Yoda und Obi-Wan Kenobi. Es gibt eine kleine Einführung in die Geschichte von „Star Wars“ – nicht, dass die Kinder die wirklich gebraucht hätten. „Ich hätte hier einiges zu lernen“, gestand eine Mutter zuvor. Aber der „Star Wars Reads Day“ ist nur für junge Padawane zwischen sechs und zehn Jahren. Den ganzen Nachmittag bemühen sie sich in der Jedi-Akademie, ein echter Jedi-Ritter zu werden. „Nun gut zuhören ihr müsst“, mahnt Meister Yoda zu Beginn. Nach einem kleinen Aufnahmeritual­ gilt es, Prüfungen abzulegen, sieben an der Zahl.

Auf den beiden Stockwerken der Stadtbücherei hat das Team verschiedene Planeten vorbereitet. Auf denen jeweils verschiedene Fähigkeiten unter Beweis gestellt werden müssen. Die erste Aufgabe, natürlich: der Zusammenbau eines Lichtschwerts. Während die eine Gruppe mit einer Sternenkarte zum Training mit dem Schwert reist, muss die andere sich in Wurftechniken versuchen. Später wartet dann zum Beispiel noch ein Gedächtnistraining mit dem Planeten-Memory auf die Padawane.

Mit wie viel Liebe zum Detail sich die Mitarbeiter der Stadtbücherei an das Projekt „Star Wars Reads Day“ gemacht haben, sieht man allein schon an der „S-Bar“, die sie vorbereitet haben. Auf den Muffins stecken kleine „Star Wars“-Figuren und die Wasserflaschen sind mit „Machtwasser“- und „Yoda Soda“-Etiketten beklebt. Wer anstrengende Prüfungen ablegt, der muss sich zwischendurch ja auch stärken.

Am Ende dann der Ritterschlag durch Meister Yoda. 18 neue junge Jedi-Ritter strahlen um die Wette. Möge die Macht mit ihnen sein.

von Nadja Schwarzwäller

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr