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Star Trek, Billy Joel und Rock‘n‘Roll

Schülerkonzert der Martin-Luther-Schule Star Trek, Billy Joel und Rock‘n‘Roll

Gleich für zwei Abende hatte die Martin-Luther-Schule vergangene Woche das Audimax der Philipps-Universität gebucht - zweimal war der derzeit größte Saal Marburgs sehr gut gefüllt.

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Der Große Chor der Martin-Luther-Schule trägt seinen Namen zu Recht: 86 Schülerinnen und Schüler wirkten unter der Leitung von Bettina Griesel mit.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. „Das ist doch die deutsche Nationalhymne“, konnte man einige junge Schüler sagen hören, während ihre Schulkameraden Joseph Haydns „Kaiserquartett“ spielten. Dieses und andere klassische Stücke boten Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Schule bei ihren Konzerten am Mittwoch- und Donnerstagabend im Audimax. Doch auch Pop- und Rockmusik und Chorgesang kamen nicht zu kurz.

Die Bläserklassen der sechsten Jahrgangsstufe trumpften mit Stücken von Vivaldi, Strauss sowie der von Haydn komponierten Melodie auf, die seit 1922 die deutsche Nationalhymne ist. Hinzu kam Gänsehautgefühl, als die Kinder den Soundtrack der „Star Trek“-Filme spielten. Bei den Bläserklassen handelt es sich um Klassen, die ab dem ersten Schuljahr auf der Martin-Luther-Schule Blasinstrumente spielen lernen.

Dazu gehören auch Elisabeth und Alexander aus der Jahrgangsstufe sechs. „Ich spiele Tuba, weil sie einen tollen Sound hat. Der ist richtig männlich“, meint Alexander, dessen Instrument größer ist als sein eigener Oberkörper.

Streicherklassen und Schulchor zeigen ihr Können

Elisabeth hat da ganz andere Gründe fürs Trompetespielen: „Ich wollte ein Instrument, an dem ich ordentlich Dampf ablassen kann, wenn ich sauer bin. Wenn ich ärgerlich bin, blase ich ordentlich hinein und spiele dann“, gestand sie lachend. „Beide sind sehr talentiert“, attestiert Musiklehrer Jürgen Förster.

Auch die Streicherklassen der Jahrgangsstufe fünf zeigten, was sie in kürzester Zeit im Musikunterricht an der Schule einstudiert haben: Unter der Leitung von Musiklehrerin Anne Schmid-Bode verstanden es die Cello und Geige spielenden Schüler, die 300 Besucher und 270 mitwirkenden Schüler mit langsamen und schweren Melodien zu begeistern.

Musikalisches Highlight am Mittwoch war dann der 86-köpfige Große Chor der Schule, der sich allerdings beim ersten Lied - Billy Joels „Uptown Girl“ - ein wenig schwertat. Die Jungs waren ein wenig leise. Was bei Joels Musik-Hit nicht so recht funktionieren wollte, gelang dabei umso besser bei den drei weiteren Liedern, die der Chor einstudiert hatte.

Grippe führte zu Ausfällen in den Proben

„Die grippale Infekt-Welle hat um die Martin-Luther-Schule leider keinen Bogen gemacht. Nur selten konnte der ganze Chor gemeinsam proben. Manche Schüler habe ich heute Abend zum ersten Mal seit mehreren Wochen gesehen“, bemerkte Chorleiterin Bettina Griesel. Hinzu käme, dass es äußerst anspruchsvolle Gesangsstücke gewesen seien. „Da waren einige sehr schwierige Passagen dabei - viele dissonante Akkorde. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden!“ Die Musiklehrerin hatte die Latte hoch gehängt und die Schüler meisterten die Höhe mit Bravour.

Die Veranstaltung wurde mit der Bigband geschlossen, die dem Abend eine rockige und swingende Note verlieh. Insbesondere die Saxophone hatten bei dem letzten Lied, dem rhythmischen „Prairie Dance“, einen exzellenten Klang und wurden vorzüglich gespielt.

Am Ende des Konzerts wurde insbesondere die rege Beteiligung der Zwölftklässler von den Lehrern gelobt. Diese seien trotz nahenden Abiturprüfungen mit Herzblut bei der Sache gewesen seien und hätten zu einem „tollen Musikabend“ beigetragen hätten. Wie so oft hatten die Lehrer recht.

von Benjamin Kaiser

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