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Stadt weist Kritik von Professor Hofer zurück

PEN-Empgfang Stadt weist Kritik von Professor Hofer zurück

Der Marburger Professor Hermann Hofer beklagt sich bitter über Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Der habe ihn als ausländischen PEN-Mitglied, Hofer ist Schweizer, nicht zum Empfang des deutschen PEN-Zentrums zum Auftakt der Jahrestagung eingeladen.

Marburg. Er fragt in einem Schreiben an Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach, das der OP in Kopie vorliegt: „Will der OB durch eine umsichtige Vorausplanung einen Eklat provozieren? Das wäre keine Panne, sondern ein gewollter Affront.“

Bei der Stadt ist man sich keiner Schuld bewusst. „Für die Einladungen zum Empfang war der deutsche PEN zuständig. Die Stadt hat lediglich die Räume für die Jahrestagung zur Verfügung gestellt“, erklärte Brigitte Bohnke, persönliche Referentin des OB. Hofer müsse sich an den deutschen PEN wenden.

Die Jahrestagung des PEN ging am Sonntag mit einer Matinee zur Bücherverbrennung vor 80 Jahren zu Ende. Als neuer Präsident und neue Generalsekretärin lösen Josef Haslinger („Opernball“) und Regula Venske ( „Ein allzu leichter Tod“) ihre langjährigen Vorgänger Johano Strasser und Herbert Wiesner ab. Ihrer Sorge um die antidemokratische, antisemitische und antiziganistische Entwicklung in Ungarn verlieh die Mitgliederversammlung in einer Resolution Ausdruck, in der sie die ungarische Regierung und den ungarischen PEN, die EU-Kommission, den EU-Ministerrat und das europäische Parlament sowie die deutsche Regierung auffordert, auf die Einhaltung von Demokratie und Menschenrechten in Ungarn zu dringen (die OP berichtete).

von Uwe Badouin

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