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Stadt Gießen arbeitet an Kulturentwicklungsplan

Kulturplan Stadt Gießen arbeitet an Kulturentwicklungsplan

Wie soll sich Gießen in Zukunft kulturpolitisch positionieren? Wie können die kulturellen Akteure am besten gefördert werden? Ein Kulturentwicklungsplan soll konkrete Antworten liefern.

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OB Dietlind Grabe-Bolz (SPD, von links), Jörg Wagner (Kümmerei), Annette Eidmann (Kulturamt Gießen), Cerstin Gerecht (ICG culturplan), Manuela Weichenrieder (Kümmerei) und Dr. Friedhelm Häring (Kulturamt Gießen) arbeiten am Kulturentwicklungsplan der Stadt Gießen.

Quelle: Tobias Bischof

Gießen. Vergangene Woche stellte Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) ihren Entwurf eines Kulturentwicklungsplans für das Jahr 2011 vor. Ziel des Plans ist die Ausarbeitung eines kulturpolitischen Leitbildes für die Stadt Gießen, das zukünftig dabei helfen soll, „Maßnahmen zur Förderung von Kunst und Kultur zu koordinieren“.

Um Fördergelder optimal und zielgerichteter als bislang auf die kulturellen Akteure verteilen zu können, sei es zunächst notwendig, das kulturelle Angebot der Stadt mit den dazugehörigen Institutionen zu erfassen, erklärte Jörg Wagner von dem Verein „Kümmerei Gießen“. Erst dann, so führte Wagner weiter aus, könnten sowohl Institutionen, wie konkrete Einzelprojekte gezielt gefördert werden.

Zu diesem Zweck soll bis zum 18. Februar mithilfe eines Fragebogens eine weitestgehend vollständige Bestandsaufnahme aller kulturellen Aktivitäten und Akteure der Stadt erstellt werden. Nach der Auswertung des Materials, beabsichtigt das Gießener Kulturamt in Zusammenarbeit mit dem Verein „Kümmerei“ und den kulturellen Akteuren, ein Leitlinienpapier zu entwickeln, das die vorläufigen Förderziele ebenso formulieren soll, wie ein allgemeines Kulturprofil für Gießen.

Unterstützt wird das Projekt von der ICG culturplan. Die ehemalige Marburgerin Cerstin Gerecht, die die Berliner Unternehmensberatung vertritt und der Stadt bei ihrem Vorhaben beratend zur Seite stehen wird, initiierte vergleichbare Projekte bereits in Leipzig, Rüsselsheim und Osnabrück.

Wie Wagner im Pressegespräch nachdrücklich betonte, beabsichtige man, entgegen der allgemeinen Befürchtung, nicht die kulturelle Vielfalt in Gießen zu „nivellieren“ oder „einzudampfen“, sondern die unterschiedlichen Interessen und Ziele aller involvierten Parteien zu berücksichtigen. Dazu zählen auch Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger, denen ab Mai die Möglichkeit eingeräumt werden soll, ihre Meinung zum vorläufigen Leitlinienpapier bei einer Reihe öffentlicher Diskussionen zu äußern und Änderungsvorschläge einzubringen. „Kultur ist eben keine Einbahnstraße“, fasste OB Grabe-Bolz jenen Grundsatz griffig zusammen.

Weiteren Informationen gibt es auf der Internet-Seite www.kulturentwicklungs-plan-fuer-giessen.de

von Tobias Bischoff

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