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Stachelige Kuschelmonster

Stachelige Kuschelmonster

Die Pubertät ist eine aufregende Zeit – für Jugendliche, Eltern und Lehrer gleichermaßen. „50 Ways To Leave Your Monster“ thematisiert diese Lebensphase. Am Sonntag erlebt das Stück am Landestheater seine Uraufführung.

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Ögun Derendeli (von links), Oda Zuschneid, Christine Reinhardt, Annette Müller und Charles Toulouse bringen Antje Prusts Szenencollage auf die Bühne.

Quelle: Ramon Haindl

Marburg. Biologen, Mediziner, Psychologen, Pädagogen – sie alle beschäftigen sich auf unterschiedlichste Weise mit der Pubertät. Auch die Eltern darf man nicht vergessen. Und natürlich die Jugendlichen, die sich aus Sicht mancher Eltern urplötzlich von kleinen netten Jungen und Mädchen in unberechenbare Monster verwandeln.

Aber umgekehrt gilt das Gleiche: „Pubertät ist, wenn die Eltern schwierig werden“, zitiert Antje Prust Erfahrungen von Pubertierenden. Die 30-Jährige inszeniert am Hessischen Landestheater gerade ihr eigenes Pubertäts-Stück „50 Ways To Leave Your Monster“. Am Sonntag ist um 19.30 Uhr in der Black Box des Landestheaters (Theater am Schwanhof) die Uraufführung.

Die Bühne wird kuschelig aussehen – gefüllt mit hunderten Kuscheltieren, die Marburger in den vergangenen Wochen gespendet haben. Ob das Stück auch kuschelig wird?

Antje Prust verweigert sich klassischen Genre-Kategorien wie Drama, Tragödie oder Komödie. Ihr Stück für Jugendliche und Erwachsene ab 13 Jahren habe von allem etwas. Die Szenencollage spürt dem Empfinden von Jugendlichen nach, die in der Pubertät mit sich, ihren Eltern, Lehrern und ihrer Umgebung ringen.

„Das Monster ist man selbst, Monster sind aber auch die anderen“, sagt die Regisseurin, die seit einem Jahr an dem Thema arbeitet und seit 7. Februar in Marburg mit den Darstellern Ögun Derendeli, Annette Müller, Christine Reinhardt, Charles Toulouse und Oda Zuschneid probt und an dem Stück auch inhaltlich arbeitet.

„50 Ways To Leave Your Monster“ hat am Sonntag um 19.30 Uhr Premiere.

von Uwe Badouin

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP.

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