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Tolle Tänzer, traumhafte Kostüme

St. Petersburg Festival Ballet Tolle Tänzer, traumhafte Kostüme

Märchenhaft und prachtvoll füllten 20 Ballerinas als weiße Schwäne die Bühne und begeisterten das Publikum mit ihrem eleganten, präzisen Tanz auf hohem Niveau.

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Anmutige Sprünge zeigte das „St. Petersburg Festival Ballet“ bei Tschaikowskys „Schwanensee“.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Opulente Tanz­szenen, traumhafte Kostüme und eine schöne gemalte Kulisse führten am Mittwochabend in die Welt von „Schwanensee“ ein. Es ist eines der berühmtesten Ballette 
des russischen Komponisten Peter Iljitsch Tschaikowsky und wurde 1895 in St. Petersburg 
uraufgeführt.

Nach der Choreographie von Marius Petipa und Lew Iwanow präsentierte das große Ensemble des 1994 gegründeten „St. Petersburg Festival Ballet“ mit viel Leidenschaft das romantische Märchen über den jungen Prinzen Siegfried (Ivan Sitnikov), der sich in die Schwanenprinzessin Odette (Irina Borisova) verliebt.

Sitnikov und Borisova genossen am Ende der Vorstellung sichtlich den langen kräftigen Applaus und kamen mehrmals hinter dem geschlossenen Vorhang hervor, um sich feiern zu lassen. Borisova begeisterte mit ihrer Wandlungsfähigkeit und ihrer enormen Körperspannung, mit der sie die mitunter schwierige Choreographie meisterte. Zart und verletzlich wirkte sie als Schwanenprinzessin Odette – vor allem als hinreißend schöner sterbender Schwan kurz vor Ende.

Märchenhaft und prachtvoll füllten 20 Ballerinas als weiße Schwäne die Bühne und begeisterten das Publikum mit ihrem eleganten, präzisen Tanz auf hohem Niveau.

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Kraftvoll und selbstbewusst agierte sie dagegen als schwarzgekleidete 
 falsche Prinzessin Odile, die auf dem Ball den Prinzen blendet. Für die Paradefigur der Odile, die 32 Fouettés, wurde Borisova umjubelt und vom Publikum gefeiert. Sitnikov brillierte dagegen in seinem Solo mit langen, eleganten Sprüngen. Zusammen zeigten sie sich im „Pas de deux“ wunderbar aufeinander eingespielt.

Die Geschichte das klassischen Handlungsballetts erzählt von der schönen Odette. Ihr Schicksal scheint besiegelt, denn sie steht mit den anderen Schwanenmädchen unter dem Bann des bösen Herzogs Rothbart (A. Islamov). Nur die grenzenlose, ewige Liebe Siegfrieds hätte sie retten können.

Der zweite Akt, in dem Siegfried auf die Schwanenmädchen im Wald trifft und sich in Odette verliebt, wurde vom 
Ensemble zauberhaft in Szene 
gesetzt. Insgesamt 20 junge Ballerinas im weißen Tutu faszinierten von Anfang an mit 
hoher Präzision und graziösen Bewegungen.

Starken Applaus gab es für den berühmten „Tanz der kleinen Schwäne“, den vier Tänzerinnen äußerst präzise ausführten. Ein starker Kontrast zum feinen Spitzenschuhtanz der Schwäne waren die beiden Akte im Schloss, die von folkloristischen Charaktertänzen geprägt waren – wie etwa dem spanischen „Bolero“, der neapolitanischen „Tarantella“, dem ungarischen „Czárdás“ und der polnischen „Mazurka“.

Hier hatten die Tänzer aller­dings zu Beginn der Stücke leichte Probleme, die Synchronität untereinander und vor allem zur Musik zu finden. Auch waren die Röcke der Tänzerinnen oft zu lang. Während mit den Tutus der Schwäne die hervorragende Beinarbeit wunderbar zu sehen war, gab es hier eher wehende knöchellange Röcke zu sehen. Unangefochtenes Highlight der Ballszenen war der Hofnarr (A. Fedorkov), der mit seinen hohen Sprüngen und flinken Drehungen begeisterte und am Ende vom Publikum bejubelt wurde.

von Mareike Bader

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