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Spektakuläre Rettung verfilmt

Captain Phillips Spektakuläre Rettung verfilmt

Die Entführung des Frachters „Maersk Alabama“ und die spektakuläre Rettung seines Kapitäns aus der Hand somalischer Piraten ist spannende Kino-Unterhaltung.

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Kapitän Richard Phillips (Tom Hanks) wird von somalischen Piraten als Geisel gefangengenommen.Foto: Sony Pictures

Quelle: Sony Pictures Releasing GmbH

Marburg. Piraterie-Dramen machen in den Weltnachrichten seit Jahren Schlagzeilen. Nun greift auch Hollywood den brisanten Stoff mit hochkarätiger Besetzung auf. Für den Tatsachen-Thriller „Captain Phillips“ kam der zweifache Oscar-Preisträger Tom Hanks an Bord, zusammen mit somalischen Schauspielern, die meisten von ihnen Laien.

Regie führte der Brite Paul Greengrass. Action-Fans kennen seine Agenten-Filme „Die Bourne Verschwörung“ und „Das Bourne Ultimatum“. Dazu das Drehbuch von Autor Billy Ray, der zuletzt das Skript für „Die Tribute von Panem - The Hunger Games“ lieferte. Diese Mischung ist perfekt. „Captain Phillips“ ist ein fesselnder Thriller, der nach und nach zum Psychoduell avanciert. Der Film ist Action mit politischen-sozialen Untertönen.

An die spektakuläre Geiselnahme und Befreiung des amerikanischen Frachtschiffkapitäns Richard Phillips 2009 mögen sich viele erinnern. Die Welt bangte damals um den Kapitän der „Maersk Alabama“, Vater zweier Kinder, den Piraten auf einem kleinen Rettungsboot fünf Tage lang in ihrer Gewalt hatten. Der Nervenkrieg vor der Küste Somalias endete mit einem blutigen Showdown. US-Elitesoldaten töteten drei der Piraten mit Kopfschüssen, der vierte Seeräuber hatte sich ergeben. Phillips wurde als Held gefeiert, er schrieb ein Buch über den Vorfall, es ist die Vorlage für den Film.

Kapitän Phillips soll mit dem riesigen Containerschiff „Maersk Alabama“ Fracht- und Hilfsgüter nach Kenia bringen. Vor der Küste von Somalia wird es schnell ernst. Mit kleinen Booten stellen Piraten dem Frachter nach. Vier schmächtigen, aber schwer bewaffneten Somalis gelingt es, das Schiff zu kapern. Phillips und seine 20-köpfige Crew tragen keine Waffen, mit Wasserschläuchen kämpfen sie vergeblich gegen die Seeräuber.

In gebrochenem Englisch verhandelt Anführer Muse (Barkhad Abdi) mit Phillips auf der Schiffsbrücke. Die Crew hat sich im Maschinenraum versteckt. Ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel endet damit, dass der Kapitän als Geisel genommen wird. Das Survival-Drama des Kapitäns endet nicht mit einem heroischen Triumph. Phillips steht unter Schock.

Hanks liefert eine der überzeugendsten und ergreifendsten Szenen eines gebrochenen Mannes ab. Filmkritiker sprechen von einem oscarreifen Auftritt.

Der Film läuft im Cineplex.

von Barbara Munker

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