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Spaß mit Swinging Wodka Lemon Gang und „Glücks-CD“

Jubiläumskonzert Spaß mit Swinging Wodka Lemon Gang und „Glücks-CD“

Seit 25 Jahren besteht die „kleine Bigband“, wie sie sich selbst nennt. Gefeiert wurde so, wie man die Band kennt: Mit vielen bekannten Songs, natürlich im eigenen Arrangement und viel Spaß.

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Die Swinging Wodka Lemon Gang feierte Jubiläum mit einem Konzert. Gemeinsam mit Sängerin
Ulla Keller präsentierte die „kleine Bigband“, wie sie sich nennt, eine neue CD.Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Aus der kleinen Jazzcombo sei die Swinging Wodka Lemon Gang (SWLG) zu einer Bigband im mittleren Format herangewachsen, die sich in der Marburger Szene und darüber hinaus etabliert habe, stellte Karin Stichnothe-Botschafter vom Fachdienst Kultur bei ihrer Begrüßung fest. Und damit hat sie vollkommen Recht. Das Jubiläumskonzert in der Galeria Classica war ausverkauft, wer sich nicht im Vorfeld um Karten gekümmert hatte, konnte wieder den Heimweg antreten.

Besonders an der SWLG sind immer wieder die eigenen Arrangements von Albert Klein oder Klaus Wittkamp sowie von dem amerikanischen Musiker John Coppola, mit dem die Band seit dem Jahr 2000 zusammenarbeitet. Gerne hätte man das Jubiläum mit ihm und Lisa Pollard gefeiert, doch Coppola ist erkrankt und nicht reisefähig, bestätigte die Band im Vorfeld. Wie wichtig Coppola für die SWLG ist, wurde auch beim Jubiläumskonzert wieder deutlich. Hannes Kleinhenz erzählte von gemeinsamen Erlebnissen und dankte ihm mehrfach.

"Just in Time"

Zum Jubiläum stellte die SWLG die CD „Just in Time“ vor, auf der neben Studioaufnahmen auch Mitschnitte von vergangenen Konzerten zu hören sind. Auf der CD sind auch Soli des Trompeters Coppola und der Saxophonistin Lisa Pollard dabei. Besonders empfohlen wird das achtminütige „Sing Sing Sing“. „Wir können Euch mit der CD glücklich machen“, versprach Hannes Kleinhenz, Gründungsmitglied und Vorsitzender des Vereins, um gleich danach einen Seitenhieb von Ulla Keller für den „schönsten Werbeblock der Welt“ zu kriegen.

Die Marburger Sängerin stieß 2009 durch John Coppola zur Band und bereichert seitdem die Konzerte. Immer wieder schäkerte sie mit den 13 Musikern, tanzte oder forderte das Publikum auf, mitzuklatschen. „Das ist super mit den Stöckelschuhen - ich bin das neue Schlagzeug“, lachte sie, als sie bei „Georgia On My Mind“ den Takt anzählte und stellte zuvor fest: „Traurig sind wir bei der Swinging Wodka Lemon Gang eigentlich nie.“

Spaß und Konzentration

Die Musiker auf die Bühne spielten lässig, mit Spaß und dennoch konzentriert. Da wurde zwischen den Einsätzen auch mal kurz miteinander geredet, sich geneckt oder auf Anweisungen von Hannes Kleinhenz gehört. Dazu spielten sie Musik, die von Anfang bis zum Ende das Publikum mitwippen ließ. Für die vielen Soli gab es immer wieder Szenenapplaus.

In der ersten Reihe saß die 8-jährige Enkelin Sina Anouk des Saxophonisten Ernst Prall mit ihren Eltern. Zusammen mit dem plüschigen „Wodka-Fuchs“, den sie vor Konzertbeginn bekommen hatte, tanzte sie zur Musik. „Das letzte Lied war Rock ’n’ Roll“, sagte sie in der Pause über „Watermelon Man“ von Herbie Hancock. Rock ’n’ Roll bei der SWLG? „Aus Stilen haben wir uns noch nie was gemacht“, lautet die richtige Antwort aus der Band, die auch alte Dixie-Klassiker wie „Sweet Georgia Brown“ auf dem Programm stehen hatten. Das Publikum bedankte sich am Ende des Konzerts mit kräftigem Applaus und Jubelrufen.

von Mareike Bader

Die Swinging Wodka Lemon Gang feiert in der ausverkauften Galeria Classica ein rauschendes Fest zum 25-jährigen Bandbestehen.

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