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Spannung auf der Opernbühne

Hänsel und Gretel in der Waggonhalle Spannung auf der Opernbühne

„Hänsel und Gretel“ ist sicherlich das bekannteste Märchen der Brüder Grimm. Engelbert Humperdinck hat es als Oper vertont, die Marburgerin Kerstin Weiß bringt die Kinderoper auf die Bühne der Waggonhalle.

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Karin und Peter Ahrens überreichten Kerstin Weiß (Mitte) eine Spende von 2 500 Euro für die Produktion der Kinderoper „Hänsel und Gretel“ Fotos: Michael Arndt, Waggonhalle

Marburg. Die Geschichte von Hänsel und Gretel, die aus Not von ihren Eltern in einem tiefen, finsteren Wald ausgesetzt werden und dort in die Fänge einer grausamen Hexe geraten, ist weltbekannt. Das Märchen bietet alles, was Kinder fesselt: Spannung, Grusel, tapfere Helden und ein Happy End.

Das Märchen wurde verfilmt und von Engelbert Humperdinck auch vertont. Seine Kinderoper ist seit der Uraufführung 1893 ein Bühnenhit. Die Marburger Opernregisseurin Kerstin Weiß hat seine Vorlage für ihre Märcheninszenierung übernommen, die am Samstag um 15 Uhr in der Waggonhalle Premiere hat. Es ist ihre vierte Musiktheaterproduktion für Kinder mit dem von ihr gegründeten Verein musica europa in Marburg nach „Sid, die Schlange, die singen wollte“ im Sommer 2011, nach der „Schneekönigin“ im Winter 2011 und „Das Schlossgespenst hat Ohrwürmer“ im Sommer dieses Jahres.

Ihre „Hänsel und Gretel“-Version basiert nicht auf der großen Orchesterfassung. Sie greift dafür zurück auf eine Klavierfassung, die sie 1997 in Köln umgesetzt hat. Kerstin Weiß arbeitet mit professionellen Sängern und Musikern. Fünf Darsteller und ein Pianist wirken mit. „Ich habe ganz tolle Sänger“, betont die Regisseurin

Öffentliche Zuschüsse etwa von Seiten der Stadt gab es dennoch nicht. Möglich wurde die Produktion, die in der Waggonhalle 19-mal zu sehen sein wird, nur durch eine Spende von Karin und Peter Ahrens. Beide sind selbst Musikliebhaber und gehen regelmäßig in die Oper. Sie halten es für wichtig, Kinder an diese Gattung heranzuführen. Und unterstützen deshalb mit 2500 Euro die Kinderoper „Hänsel und Gretel“ in der Waggonhalle.

Bei der Spendenübergabe im Kaufhaus Ahrens erwähnte Regisseurin Kerstin Weiß, dass fürs Bühnenbild noch künstliche Weihnachtsbäume gesucht werden. „Die Spender werden als Baumpaten im Programmheft erwähnt.“ Und prompt griff Kaufhauschef Ahrens zum Telefon, um bei einem Mitarbeiter nachzufragen, ob noch solche künstlichen Christbäume auf Lager seien, die nicht mehr benötigt würden.

Das Ergebnis: Ahrens stellt als Pate der Kinderopern-Produktion sechs Bäume zur Verfügung.

Ohne diese Spende gäbe es „Hänsel und Gretel“ nicht. Dabei erreicht das Märchen hunderte Kinder. Für die neun Schulvorstellungen liegen bereits 600 Reservierungen vor. Zehn Vorstellungen, darunter die Premiere, gehen in den Freiverkauf.

„Hänsel und Gretel“ hat am Samstag, 24. November, um 15 Uhr Premiere. Weitere Vorstellungen: am 25. November um 11 und 15 Uhr; am 8. Dezember um 15 Uhr, am 9. Dezember um 15 und 17 Uhr, 16. Dezember um 15 und 17 Uhr sowie am 23. Dezember um 15 und 17 Uhr. Karten gibt es bei MTM am Pilgrimstein oder im Rotkehlchen in der Waggonhalle.

von Uwe Badouin und Michael Arndt

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