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Spannende Reise ins ewige Eis

OP-Buchtipp Spannende Reise ins ewige Eis

Draußen bibbern die Menschen bei nasskaltem Winterwetter. Die Temperaturen um 0 Grad sind nichts im Vergleich zu denen, die die Teilnehmer einer Winterexpedition in die Antarktis erlebten.

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Die Polarstern hat an einer Eisscholle festgemacht. Die Forscher arbeiten auf dem Eis. Das Foto fängt die Stimmung und das Licht am südlichen Ende der Welt ein.

Quelle: Stefan Hendricks, AWI

Die Polarstern, der Forschungseisbrecher des Alfred-Wegener-Instituts, gilt gegenwärtig als das leistungsstärkste Polarforschungsschiff der Welt. Nur mit einem solchen Schiff kann man eine Expedition wagen, die 49 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 13 Ländern sowie 44 Männer und Frauen der Schiffsbesatzung von Kapitän Uwe Pahl unter der Leitung von Peter Lemke im vergangenen Jahr unternahmen.

Während in Europa die Sonne schien, brach das Expeditionsteam von Kapstadt zum antarktischen Kontinent auf – hinein in eisige Stürme, hinein in den gefrorenen Ozean des Weddellmeeres, hinein in die Dunkelheit der Polarnacht.

Neun Wochen lang trotzte die Expedition auf der Polarstern der Witterung, um dem Meer seine Geheimnisse zu entlocken, um herauszufinden, welche Auswirkungen der Klimawandel hat, der in der Antarktis deutlich spürbar ist, und welche Auswirkungen die Veränderungen auf das Weltklima haben können. Das Team nahm dieselbe Route wie 21 Jahre zuvor – von Kapstadt zur Antarktis und dann nach Punta Arenas an der Südspitze des amerikanischen Kontinents.

Zum Lesen in wohliger Wärme empfohlen

Im Winter ist das Südpolarmeer fast vollständig von Eis bedeckt. Normale Schiffe wagen sich dann nicht in diese Region. Selbst die Polarstern musste bei minus 30 Grad „manchmal der Natur Respekt erweisen und still mit den Eisschollen driften“, betont Peter Lemke.

Jetzt ist im Koehler-Verlag ein Buch erschienen, das den Leser in der wohligen Wärme der heimischen Wohnung, womöglich vor einem brennenden Kaminfeuer sitzend, mitnimmt auf diese atemberaubende Expedition. Zahlreiche Abbildungen zeigen die eisige Schönheit des gefrorenen Ozeans.

Die Autoren Peter Lemke, Professor für Physik von Atmosphäre und Ozean und Leiter des Fachbereichs Klimawissenschaften am Alfred-Wegener-Institut, und die Hamburger Autorin Stephanie von Neuhoff, geben in dem Buch einen tiefen Einblick in die Polarforschung und den Schiffsalltag. Für Stephanie von Neuhoff war die Winterexpedition mit der Polarstern ihre erste Forschungsreise in die Antarktis.

  • Peter Lemke, Stephanie von Neuhoff: „Der gefrorene Ozean. Mit FS POLARSTERN auf Winterexpedition in die Antarktis“, Koehlers Verlagsgesellschaft, 240 Seiten, 29,95 Euro.

von Uwe Badouin

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