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Softeis lädt ins Studio

Rockmusik Softeis lädt ins Studio

Es wird Zeit, wieder einmal etwas Eigenes zu machen - deshalb will das Rock-Urgestein von Softeis eine neue CD mit eigenen Songs einspielen. Und wer mag, kann ihnen dabei über die Schulter sehen.

Amöneburg. „Eigentlich haben wir ja mal mit eigenen Stücken angefangen“, sagt Gerhard Eismann, Coverversionen hätte die Band nur gelegentlich gebracht. Allerdings mit solchem Erfolg, dass Softeis immer mehr Cover und immer weniger Eigenes gespielt habe. „Das macht ja auch total Spaß“, meint Werner Eismann, „aber es sind halt doch nicht die eigenen Sachen.“

„Man muss sich dann immer auf den Stil des Originals einlassen“, ergänzt sein Bruder.

Der erste Auftritt der Eismann-Brüder war 1971

Deshalb muss es jetzt wieder eine CD mit lauter eigenen Kompositionen geben, und wenn die in der kommenden Woche eingespielt werden soll, dann wird das quasi an „historischem“ Ort geschehen.

Und zwar in Mardorf im „Saal Rabe“, einem alten Veranstaltungssaal in der Ledergasse, wo die Eismann-Brüder 1971 zum allerersten Mal auf der Bühne gestanden haben und Blues gespielt haben. Schon das 40-Jährige Bandjubiläum hat Softeis mit zwei Konzerten an diesem recht abgerissenen, aber erinnerungsträchtigen Ort gespielt, und nun soll auch die CD dort entstehen.

Dafür schafft Softeis das komplette Studio in den Saal, was relativ einfach ist, weil die Eismann-Brüder direkt nebenan wohnen. Eine Woche lang werden dann die Stücke gemeinsam weiter entwickelt, die jetzt schon in der Schublade liegen, „da kommt dann oft etwas ganz Neues heraus, aber auch etwas Gutes“, sagt Gerhard Eismann. Der Band ist es wichtig, eine gewisse Live-Atmosphäre beim Einspielen der CD zu haben, deshalb werden sogar ein paar Scheinwerfer an die Decke gehängt, damit alle in Stimmung kommen. Außerdem biete der Saal eine ganz andere Akustik als das normale Studio.

Und noch einen Grund gibt es, dass die CD an diesem Ort entstehen soll: Am Sonntag, 21. Juli, gibt es von 16 bis 19 Uhr ein „offenes Studio“. dann kann kommen, wer mag, und bei der Arbeit zusehen. „Jeder, der immer schon einmal wissen wollte, wie eine CD produziert wird, kann gerne kommen“, sagen die beiden. Am Sonntag sollte schon einiges an Material vorhanden sein, auch wenn die Brüder nicht damit rechnen, dass die ganze CD in der einen Woche fertig wird - das Gerüst sollte dann aber stehen.

„Es hat ja ohnehin jeder seine eigene Art, Musik aufzunehmen“, erläutern sie. Die Methode, jedes Instrument einzeln aufzunehmen und am Ende alles zusammenzufügen, liegt ihnen weniger, sie brauchen das Zusammenspiel, damit Leben in der Aufnahme ist - nur so bleibe die Dynamik erhalten.

Die Band lässt sich gerne in die Karten sehen

„Die meisten Bands lassen sich im Studio nicht in die Karten gucken, wir zeigen gerne, wie wir arbeiten“, sagt Werner Eismann. Alle Fans des heimischen Rock-Urgestein oder auch einfach nur Musikinteressierte sind herzlich eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Die Musik, die auf die CD kommt, wird übrigens das sein, was man von Softeis auch erwartet - harter, gradliniger Rock im Stil von Deep Purple. „Es wird aber nicht nur krachen, wir machen auch leisere Stücke“, sagen die Vollblutmusiker.

Neben der CD entsteht bei den Aufnahmen auch eine DVD über das „Making of“ der neuen CD im alten Saal - für alle, die am 21. Juli keine Zeit haben, vorbeizuschauen.Von Heike Döhn

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