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„So ein Konzert ist pures Vergnügen“

„So ein Konzert ist pures Vergnügen“

Das Wetter hat am Samstag sicherlich dazu beigetragen, dass die Cölber Gemeindehalle aus allen Nähten platzte. Die Kinder und auch die Erwachsenen hatten auf jeden Fall großen Spaß.

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Volles Haus in der Gemeindehalle Cölbe: Die kleinen Zuschauer vor und die Grundschüler aus Wohratal (links) auf der Bühne hatten sichtlich Spaß. Das galt ganz besonders für das Kinderliedermacher-Duo Spunk (unten), das beim 7. Mittelhessischen Kinderlieder-Festival Jubiläum feierte.Fotos: Mareike Bader

Cölbe. „So ein Konzert - das ist pures Vergnügen!“, sagt Axel Heinrich von Spunk. Seit 25 Jahren macht das Duo Spunk Musik für Kinder und das feierten sie mit befreundeten Kinderlieder-Machern beim 7. Mittelhessischen Kinderliederfestival. Vier Tage lang sorgten Spunk, Unmada aus Hannover, Rainer Wenzel, Robert Metcalf und die Marburgerin Beate Lambert bei Konzerten und Workshops für gute Laune. Wenn am Anfang eines Workshops einige Teilnehmer schlecht drauf seien, weil sie nicht so recht Lust darauf hätten und im Laufe der Zeit die Mundwinkel nach oben gehen und das Gesicht dann strahlt, das sei richtig schön, berichtete Gerd Müller. Die Workshops richten sich an die Erzieher, das sei nachhaltiger.

Müller ist bei Spunk der Pädagoge, Heinrich mehr der Musiker, erzählt der Schlagzeuger Axel Heinrich: „Das ist wunderschön zusammengewachsen. Ein Glücksfall“.

Am Samstagnachmittag standen sie aber nicht allein auf der Bühne. „Spunk ist mal alleine, mal zu zweit oder zu fünft. Und manchmal auch zu siebt“, erklärt Gerd Müller den Kindern und begrüßte für „Hallo-Salut“ die beiden Sängerinnen von den „Ultrasisters“ aus Nürnberg auf der Bühne. Fasziniert und konzentriert saßen die Kinder auf Matten vor der Bühne, während die Eltern weiter hinten auf den Stühlen Platz fanden. Stillsitzen musste aber keiner, dafür sorgten die vielen Mitmachlieder wie von Robert Metcalf Geburtstagsständchen für Spunk „Happy Birthday“, bei dem geschnippst, geklatscht und getrampelt wurde. Er war schon vor zehn Jahren beim mittelhessischen Kinderliederfestival dabei und schätze das gemeinsame Musizieren mit den unterschiedlichen Kollegen und das man so mal zusammenkommen kann, „Ich bin ja meistens alleine unterwegs“, erzählte er.

Aber auch Kinder standen am Samstag mit auf der Bühne. Unmada wurde von einem Kinderchor unterstützt, die Momberger Kindern spielten mit Spunk und die „Wölfe“ der Grundschule Wohra sangen mit Rainer Wenzel das „Wölfelied“. Gemeinsam sangen sie sogar ein Lied mit Gebärdensprache, das sie den Kindern im Saal beibrachten. Gemeinsam ragten dann die Finger für „Himmel“ in die Luft oder wurde mit der Hand „Feuer“ nachgemacht.

Das letzte mittelhessische Kinderliederfestival gab es vor fünf Jahren zum 20-jährigen Jubiläum von Spunk. Der jährliche Rhythmus wie zu Beginn des Festivals war zu intensiv, außerdem träfe man sich auch bei anderen Festivals, so Heinrich.

Erlebt haben Spunk in den vergangenen 25 Jahren auf jeden Fall eine ganze Menge. Bei einem Auftritt mit dem Programm „Glücksinsel“, das am Freitag auch im KFZ beim Jubiläums-Konzert zu sehen war, fragten sie die Kinder was Glück sei. Die erste Antwort sei „ein Käsebrötchen“ gewesen, die zweite „Gott“, erinnert sich Heinrich. Das sei das Schöne am Arbeiten für Kinder, dass man sehe wie Kinder lernen und man auch von ihnen lerne, so der Schlagzeuger.

von Mareike Bader

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