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Skulpturen als Collage

Menno Fahl und Ari Goldmann im Kunstverein Skulpturen als Collage

Malerei und Plastik treffen in der neuen Ausstellung im Marburger Kunstverein aufeinander: Ari Goldmann stößt auf Menno Fahl.

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Menno Fahl zeigt seine ungewöhnlichen Plastiken im Marburger Kunstverein.

Quelle: Heike Döhn

Marburg. Menno Fahl hat sowohl Malerei als auch Bildhauerei studiert und verbindet beide Kunstformen in seinen Arbeiten. „Ich habe die Plastik immer in Verbindung mit Farbe gesehen“, sagt er beim Aufbau der Ausstellung, die diesen Freitag eröffnet wird. Aus unterschiedlichen Materialien – meist Fundstücken – stellt er Figuren zusammen, die sich am Menschen orientieren – mal deutlich erkennbar, mal sehr stark abstrahiert.

„Collagenartige Plastik“ nennt er dies, wobei die Farbe, die er auf seine Skulpturen aufträgt, für ihn von größter Bedeutung ist. Mit ihr arbeitet er Bereiche heraus, die sonst gar nicht im Fokus stehen würden.

„Meine Arbeiten haben oft einen Wandbezug, sie sind frontal aufgestellt und auf die Betrachtung hin nach vorne ausgerichtet“, erklärt der Künstler. Angelehnt an die klassischen Skulpturformen sieht er seine Arbeiten als Stelen, Büsten und Köpfe, die zum Teil auch als Bronzeabguss zu sehen sind. Doch auch die Bronze ist so bemalt, dass sie von Holz oder Plastik kaum zu unterscheiden ist.

„Mein Hauptthema ist die Kunstfigur, aber mit menschlichen Proportionen“, erläutert Fahl. In Marburg zu sehen sind auch Gemälde, in denen sich jedoch die Skulpturen widerspiegeln. Teilweise sind sie als Reliefs gewissermaßen eine Mischform zwischen Malerei und Bildhauerei.

Deutlich reduzierter sind die Arbeiten von Ari Goldmann. Ausgangspunkt seiner Gemälde sind Bilder aus den Medien, die er umgestaltet. Oft bleiben nur die Umrisse erhalten, so dass eine ganz neue Aussage entsteht. Zu sehen ist das Bild hinter dem Bild, „ er findet Schlüsselbilder“, heißt es über den Künstler. Die Personen verlieren ihre Individualität und stehen für Dinge und Ereignisse, die über den Moment hinausgehen.

Die Ausstellung wird diesen Freitag, 7. August, um 18 Uhr eröffnet. Zur Eröffnung spricht die Kunsthistorikerin Dr. Hanneke Heinemann. Beide Künstler sind anwesend.

von Heike Döhn

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