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„Sinn“ hat Premiere

Theater in der Finsternis „Sinn“ hat Premiere

Mit dem „Theater in der Finsternis“ hat das Hessische Landestheater unter der Intendanz von Matthias Faltz eine ungewöhnliche Reihe entwickelt: Am Samstag hat Anja Hillings Gegenwartsstück „Sinn“ um 20 Uhr im Historischen Schwanhof in der Schwanallee Premiere.

Marburg. Es ist nach Shakespeares „Der Sturm“ und E.T.A. Hoffmanns „Klein Zaches, genannt Zinniber“ die dritte Produktion in absoluter Dunkelheit. Theater in der Finsternis widerspricht auf den ersten Blick allen Bühnen-Erfahrungen. „Ins Theater geht man für gewöhnlich, um sich ein Stück anzusehen“, meint auch das Landestheater. Doch der Seh-Sinn fällt weg. Dafür werden andere Sinne angesprochen - in erster Linie das Gehör. Aber auch der Geruch und das Fühlen. Bühnenbilder, Kostüme, Requisiten entstehen einzig und allein im Kopf des Hörers.

Anja Hilling erzählt in ihrem 2007 für das Hamburger Thalia-Theater geschriebenen Stück in fünf Episoden von zehn Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren. Es sind fünf Geschichten und fünf Sinne: Die Geschichten heißen „Augen“, „Nase“, „Haut“, „Ohren“ und „Zunge“. Es geht um Liebe, um mögliche und unmögliche Liebe, es geht um extreme Gefühle.

Für den Regisseur, Hörspielmacher und Musiker Björn SC Deigner ist „Sinn“ bereits die dritte „Theater in der Finsternis“-Produktion in Marburg. Es spielen Julia Glasewald, Thomas Huth, Stefan A. Piskorz und Oda Zuschneid.

Weitere Vorstellungen: 29. April, 2., 10, 15., 23. und 29. Mai, jeweils 20 Uhr, Historischer Schwanhof (Schwanallee 27-31).

von Uwe Badouin

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