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Singen gegen Hunger

Konzert Singen gegen Hunger

Deutschlandweit sollten es 10 000 Stimmen sein, die erklingen - zum Gospelday am Samstag sangen auch fünf Chöre aus Marburg, Haiger und Gemünden um 12 Uhr ein gemeinsames Lied.

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Schöne Stimmen für einen guten Zweck: Fünf Chöre sangen am Gospelday in der Marburger Oberstadt für Brot für die Welt.Foto: Bettina Preussner

Marburg. Es war ein Moment mit Gänsehaut-Feeling: Kurz nach dem Schlag der Kirchenglocken um 12 Uhr mittags erklang das eigens für diesen Tag komponierte Gospelday-Lied. Zur gleichen Zeit sangen an 250 Orten, verteilt über ganz Deutschland, Gospelchöre denselben Song.

Das gleichermaßen nachdenkliche wie kämpferische Lied verfehlte seine Wirkung nicht. Eine große Menschenmenge fand sich rund um die Wasserscheide in der Marburger Oberstadt zusammen. Alle hörten den Sängerinnen und Sängern aufmerksam zu, viele summten leise mit.

Und sie spendeten. Denn der Zweck der Chor-Aktion war es, Spendengelder für die Organisation Brot für die Welt zu sammeln.

„Weltweit hungern fast 900 Millionen Menschen. Darauf wollen wir mit dieser Aktion aufmerksam machen“, erklärte ein Chormitglied. „Wir singen hier miteinander, damit die Ärmsten dieser Welt wissen: Wir vergessen sie nicht.“ Neben dem Gospelday-Song erklangen am Samstag noch etliche afrikanische Lieder.

„Afrika ist der Kontinent, auf dem noch immer die meisten Menschen leiden, unter Hunger und Aids“, erläuterte der Sprecher. Das gesammelte Geld komme einem Projekt in Kamerun zugute, das Frauen und Mädchen eine Ausbildung sichere. So könnten die Frauen, die sonst meist keine Ausbildung erhalten, zu Ernährern ihrer Familien werden.

Fünf Dirigenten kommen im Wechsel zum Einsatz

Die fünf mitwirkenden Gospelchöre, die sich zu einem großen Chor zusammengeschlossen hatten, waren „Joy of Life“ aus Marburg, „Spirit and Joy“ aus Haiger, „Go Sing!“ aus Niederwalgern, „hope“ aus Gemünden und „Life and Spirit“ aus Wehrda. Rund 80 Sängerinnen und Sänger waren begeistert dabei, sie überzeugten mit schönen Stimmen und sangen voll Freude und mit einem Lächeln im Gesicht.

Obwohl es fünf verschiedene Chöre waren, boten sie einen sehr einheitlichen und harmonischen Chorklang. Fünf Dirigenten kamen im Wechsel zum Einsatz: Jean Kleeb, Steffen Nies, Manuel Haim und Timo Gleim.

In Deutschland singen laut einer Studie 100 000 Männer und Frauen in Gospelchören. Der Gospelday ist Teil der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“, einer Initiative von Brot für die Welt und der Stiftung Creative Kirche. Schirmherr der Initiative ist der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Nikolaus Schneider.

Die Gospelchöre organisieren aber nicht nur Benefizkonzerte, sondern richten auch Veranstaltungen mit praktischen Tipps zum Energiesparen, fairem Handel und nachhaltigem Wirtschaften aus.

Seit 2010 wurden auf Konzerten der Chöre außerdem schon mehr als 220 000 Euro für die Arbeit von Brot für die Welt eingenommen.Von Bettina Preussner

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