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Simsalabim: Die Magie der Illusion

Sebastian Nicolas in der Waggonhalle Simsalabim: Die Magie der Illusion

Der Zauberkünstler Sebastian Nicolas beherrscht die Kunst der Illusion in Perfektion. Am Dienstagabend präsentierte er seine mitreißende Show im Rahmen des Marburger ZAC-Wintervarietés.

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Simsalabim: Sebastian Nicolas brachte die Zuschauer mit klassischen Zaubertricks zum Staunen. Foto: Preussner

Marburg. Die Spezialität von Sebastian Nicolas ist die klassische Zauberei, die mit wenig Aufwand, mit wenig Schnick-Schnack daherkommt. „Ich mache Ungewöhnliches mit ganz gewöhnlichen Dingen“, kündigte der Künstler an. Und tatsächlich, das Publikum war von Anfang an fasziniert und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Los ging es mit ganz klassischen Spielkarten. Die Kartentricks habe er in der Familie gelernt, erzählte Nicolas. „Schon mein Großvater ist Magier gewesen.“ Und sogleich ließ er die Karten nach Belieben verschwinden, um sie dann urplötzlich wieder aus der Versenkung hervor zu holen. Auch die kleinen weißen Bälle schienen nur seinem Kommando und seinen magischen Händen zu gehorchen. Unglaublich, mit welcher Geschicklichkeit er die Bälle aus dem Nichts hervor zauberte und sie ebenso schnell die Farbe wechseln ließ.

Mit großer Leichtigkeit gelang es ihm auch, harte Metallringe ineinander zu verschränken und sie kurz darauf, simsalabim, wieder völlig frei zu präsentieren. Eine blutige Angelegenheit drohte das Verschlucken von Rasierklingen zu werden. Aber weit gefehlt, Sebastian Nicolas blieb gänzlich unversehrt und zauberte die scharfen Dinger an einer langen Schnur wieder aus dem Mund hervor.

Immer wieder pickte sich der Entertainer auch Leute aus dem Publikum heraus, die er von den so genannten „Mitmachplätzen“ in den ersten Reihen holte. So sehr die Zuschauer auch die Köpfe einzogen, es half nichts. Mit Vorliebe suchte er sich Frauen heraus, die er dann sehr charmant auf die Bühne bat.

Besonders das „Gedankenlesen“ war faszinierend. Eine Mitspielerin suchte sich verdeckt ein Rilke-Gedicht aus einem dicken Buch heraus. Dann sollte sie die Augen schließen und sich konzentrieren. Wie durch ein Wunder erriet der Magier das Gedicht, und der Titel erschien, wie von Geisterhand geschrieben, auf einer Tafel in ihren Händen.

Die Zuschauer in der ausverkauften Waggonhalle waren begeistert und ließen sich bereitwillig in die faszinierende Welt der Magie entführen.

Sebastian Nicolas ist mit seinen 28 Jahren schon ein sehr erfolgreicher Zauberkünstler. Er hat bereits zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen gewonnen. Mit seinen Shows ist er auf den Bühnen in der ganzen Welt zu Gast.

von Bettina Preussner

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