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„Sie haben in Marburg Kinogeschichte geschrieben“

100 Kinofamilie Closmann „Sie haben in Marburg Kinogeschichte geschrieben“

Zahlreiche Gratulanten, darunter viel Marburger Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur, waren am Samstagmittag ins Cineplex gekommen, Gastgeber Gerhard und seine Tochter Marion Closmann, die das alteingesessene Marburger Kinounternehmen in der dritten und vierten Generation leiten, freuten sich, „dass Sie die Zeit gefunden haben, mit uns zu feiern“.

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Gerhard und Marion Closmann freuen sich über das Firmenjubiläum.Foto: Uwe Badouin

Marburg. Gerhard Closmann erinnerte an die Geschichte des Unternehmens: Es habe nicht immer eitel Sonnenschein geherrscht. Er verwies auf zwei schreckliche Weltkriege, auf die Kinokrise mit Aufkommen des Fernsehens. „Wir freuen uns, dass es uns trotzdem gelungen ist, der Stadt ein umfangreiches Kinoangebot zu bieten“, betonte Closmann. Und seine Tochter Marion würdigte die „große Kooperationsbereitschaft“ von Vereinen, Einrichtungen und Initiativen in Marburg. Dies gilt umgekehrt aber auch für die Kinofamilie.

Oberbürgermeister Egon Vaupel sagte in seinem Grußwort an die Familie: „Sie haben Kinogeschichte geschrieben in der Universitätsstadt Marburg.“ Die Geschichte der Familie biete selbst Stoff genug für einen Film. „Was wäre Marburg ohne Kino?“, fragte Vaupel und liefert die Antwort gleich mit: „arm dran“. Das Cineplex mache Kino in Marburg zukunftsfähig, und es sei auch die richtige Entscheidung gewesen, das Kino im Zentrum der Stadt zu errichten.

Kim Koch, Geschäftsführer der Kinogruppe Cineplex, ein Zusammenschluss mittelständischer Kinounternehmer, betonte: „Würden alle Kinos so wie in Marburg betrieben, bräuchte sich die Branche keine Sorgen zu machen.“ Während bundesweit die Zahl der Kinobesuche in den vergangenen zehn Jahren um 50 Millionen zurückgegangen sei, sei die Zahl in Marburg etwa gleich geblieben. Der Grund: Marburg habe mit Familie Closmann etwas ganz Besonderes, nämlich „eine kinobegeisterte Familie“ - und das sei keine Selbstverständlichkeit.

von Uwe Badouin

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