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Sich nur nicht sattsehen

Josef Krieglstein stellt im Rotkehlchen aus Sich nur nicht sattsehen

Josef Krieglstein kehrt 
mit dem zweiten Teil ­seiner Ausstellung 
„Panta rhei – alles fließt“ ins ­Rotkehlchen zurück. 
Seine abstrakten Bilder sind seit Freitag täglich 
bis zum 3. Mai zu bestaunen.

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Alles fließt: Josef Krieglstein zeigt neue abstrakte Arbeiten im Rotkehlchen.

Quelle: Maik Dessauer

Marburg. Die griechische Formel „Panta rhei“ wird in einem von Platon formulierten Aphorismus mit „Alles bewegt sich fort und nichts bleibt“ interpretiert.

Ob Vergänglichkeit eine ­Rolle für die Kunst von Josef Krieglstein spielt, kommentierte der langjährige Dekan des Fachbereichs Pharmazie der Marburger Philipps-Universität in seiner Begrüßungsrede leicht schwarzhumorig: „Ich werde ja noch etwa zehn Jahre leben. Also werde ich auch noch zehn Jahre malen.“

Tatsächlich bezieht sich das Motto seiner Ausstellung viel eher auf die technische Seite seines Schaffens. Die Farben und Formen seien „wortwörtlich geflossen“. Fließend scheint auch die Entwicklung in der abstrakten Malerei Krieglsteins. Zunehmend gelingt es dem 77-Jährigen, mit seinen meist roten Grundtönen Räumlichkeit herzustellen und die einzelnen Elemente bewusster zu platzieren.

Gerhard Richter nennt der ehemalige Professor für Pharmakologie als künstlerische und menschliche Inspiration. Krieglstein selbst ist der Meinung, „dass ein Bild, das einem sofort gefällt, ein schlechtes Bild“ sei. Wahre Qualität zeige sich in jenen Bildern, in denen man bei jedem Betrachten etwas Neues entdeckt und „sich nicht satt sieht“.

Ob die neuen Bilder Josef Krieglsteins bei jedem Betrachten etwas Neues für den Betrachter bereit halten, lässt sich noch bis zum 3. Mai im Rotkehlchen an der Waggonhalle herausfinden.

von Maik Dessauer

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