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„Señor Kaplan“ auf Nazi-Jagd

OP-Vorpremiere im Open-Air-Kino im Schlosspark „Señor Kaplan“ auf Nazi-Jagd

Mit der OP-Vorpremiere der Komödie „Señor Kaplan“ aus Uruguay startet das Marburger Sommernachts-Open-Air-Kino diesen Mittwoch ab 22 Uhr in die zweite Staffel. Bis Samstag sind vier Filme zu sehen.

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Observation am Strand: Señor Kaplan (Héctor Noguera, rechts) und sein „Assistent“ Wilson (Néstor Guzzini) beobachten ihren vermeintlichen Nazi.

Quelle: Neue Visionen

Marburg. Das lateinamerikanische Kino spielt eine eher untergeordnete Rolle. Viele Filme von dem Kontinent schaffen es nur selten in die deutschen Kinos. Leider, möchte man sagen, denn lateinamerikanische Regisseure verbinden oft geschickt Gesellschaftskritik mit warmherzigen, bisweilen verschrobenen Komödien. „Tanta Agua – Nichts als Regen“ aus Uruguay etwa gelang 2013 der Sprung in die deutschen Kinos ebenso wie 2013 der chilenischen Komödie „Gloria“.

Jetzt kommt wieder eine Komödie aus Uruguay nach Deutschland: „Señor Kaplan“ spielt in den 1990er Jahren. Regisseur Álvaro Brechner erzählt von dem Juden Jakob Kaplan, der im Zweiten Weltkrieg vor den Nazis aus Polen nach Südamerika floh.

Mit 76 Jahren blickt er zurück und stellt fest: Seinem Leben fehlt eine Heldentat. Als er von einem Deutschen hört, der an einem Strand einen Imbiss betreibt, begibt er sich gemeinsam mit seinem Freund Wilson (Néstor Guzzini) auf Nazi-Jagd. Die beiden Möchtegern-Detektive wollen den Deutschen überführen und nach Israel bringen.

- Am Donnerstag läuft ab 22 Uhr im Open-Air-Kino „Im Labyrinth des Schweigens“. Der Film ist ein packendes Drama um den jungen Staatsanwalt Johann Radmann, der im Deutschland der 50er-Jahre gegen einen ehemaligen Auschwitz-Wärter ermittelt, der mittlerweile im Schuldienst tätig ist.

- Am Freitag läuft um 22 Uhr „The Wolf of Wall Street“. Der Film von Martin Scorsese wirft einen bitterbösen Blick hinter die Kulissen einer geldgierigen Finanzbranche. Großartig spielt Leonardo DiCaprio einen skrupellosen Finanzhai.

- Die Open-Air-Kino-Woche endet am Samstag um 22 Uhr mit Sönke Wortmann Komödie „Frau Müller muss weg“. Der Übertritt ans Gymnasium – bei vielen Familien beherrscht dieser Gedanke den Alltag. Denn ob ein Kind diesen Wechsel schafft, ist nach Ansicht vieler Eltern richtungweisend für sein ganzes späteres Leben. Sönke Wortmann hat dazu den passenden Film mit Anke Engelke als Helikopter-Mutter ins Kino gebracht: Eltern wollen einer Lehrerin an den Kragen, ein Elternabend läuft aus dem Ruder.

  • Mit dem Gutschein aus der Printausgabe vom 15. Juli erhalten Sie am Mittwochabend, 22 Uhr, ermäßigten Eintritt zur OP-Vorpremiere im Open-Air-Kino auf der Freilichtbühne im Schlosspark: je 2,00 Euro Ermäßigung (gültig für bis zu zwei Personen). Beim OP-Filmtest können Sie mit etwas Glück Kinokarten gewinnen. Die Teilnahmekarten gibt es vor Ort und müssen dort ausgefüllt und abgegeben werden.

von Uwe Badouin

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