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Abgespecktes
Programm bei 
Semana Latina

Etat-Kürzungen Abgespecktes
Programm bei 
Semana Latina

Mit einem Kinderfest auf dem Waggonhallen-Gelände beginnt am Sonntag die 11. Semana Latina – allerdings mit einem deutlich kleineren 
Programm.

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Knut Kramer (von links), Marion Breu, Jean Kleeb und Waggonhallen-Azubi Alina Schmidt bereiten das Festival vor.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. Der Marburger Komponist Jean Kleeb, Musikschulleiter Knut Kramer und Waggonhallen-Geschäftsführerin 
Marion Breu haben aus der Not geboren eine deutlich abgespeckte Version der „lateinamerikanischen Woche“ organisiert. Seit elf Jahren gibt es die „Semana Latina“, in diesem Jahr wurden die städtischen Zuschüsse für das Festival im Zuge der Kulturkürzungen jedoch komplett gestrichen (die OP berichtete).

„Wir wollen der Stadt zeigen, dass wir uns in unserem kulturpolitischen Engagement nicht ausbremsen lassen. Die Semana Latina ist für uns auch ein politischer Ausdruck. Und lateinamerikanische Kultur ist immer auch eine Kultur des Protests“, erklärt der in Brasilien geborene Kleeb.

Marion Breu ergänzt: „Die Kürzungen zeigen, was für ein Wertesystem vorherrscht. So ein Festival ist ohne Unterstützung eigentlich gar nicht zu machen. Das geht nur mit einem noch höheren ehrenamtlichen Engagement.“ Sie hoffen, dass die Stadt sich an ihre Zusagen hält und die Semana Latina 2018 wieder fördert. In diesem Jahr liege das Risiko bei den Veranstaltern und Künstlern, die ohne Gage auftreten. „Die Musiker kommen alle aus der Region und spielen ohne Gage“, sagt Knut Kramer. „Aber“, betont Kleeb, „wir sind professionelle Musiker, wir leben davon, aber hier spielen wir umsonst.“

  • Das Festival beginnt am Sonntag mit einem lateinamerikanischen Kinderfest ab 14 Uhr rund um die Waggonhalle.
  • Am Montag, 2. Oktober, spielt das Trio Rio um Knut Kramer ab 20 Uhr im Saal der Musikschule lateinamerikanische Gitarrenmusik.
  • Am Donnerstag, 5. Oktober, sind zwei Veranstaltungen: Um 19.30 Uhr ist im Capitol der Film „Eine fantastische Frau“ zu sehen. Außerdem stellt Hans-Joachim Hartstein um 20 Uhr in der Waggonhalle das Buch „Ketzer“ des Kubaners Leonardo Padura vor. Der Roman erzählt die tragische Geschichte von Juden, denen die Flucht vor den Nazis fast geglückt ist – doch in Havanna angekommen, werden sie zurückgeschickt.
  • Mit einem Vortrag über den „Aufbau einer Friedenskultur in Kolumbien“ am 6. Oktober um 20 Uhr im Weltladen endet das Festival.

von Uwe Badouin

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