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Schweighöfer wagt Imagewechsel

Kino: „Der Nanny“ Schweighöfer wagt Imagewechsel

Ungewohnte Rolle für Kinoliebling Matthias Schweighöfer: In „Der Nanny“ spielt er mal nicht den charmanten Draufgänger. Doch auch als Fiesling hat der 34-Jährige Qualitäten.

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Matthias Schweighöfer spielt den fiesen Baulöwen Clemens. In „Der Nanny“ ist er wieder Autor, Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion.

Quelle: Pantaleons Film/Warner Bros

Marburg. Matthias Schweighöfer trifft den Nerv seiner Fans immer punktgenau. Mit Komödien wie „Schlussmacher“, „What a Man“ und „Vaterfreuden“ erzielte Deutschlands Kinoliebling Matthias Schweighöfer an den Kassen Rekordergebnisse. Der 34-Jährige spielt damit längst in der gleichen Liga wie sein einstiger Mentor Til Schweiger („Honig im Kopf“). In seinem neuen Film „Der Nanny“ wagt Frauenschwarm Schweighöfer nun einen Rollenwechsel.

Vom liebevoll chaotischen Schwerenöter mit großem Herzen verwandelt sich Schweighöfer in den fiesen Berliner Baulöwen Clemens. Auf der Jagd nach dem besten Deal vernachlässigt der alleinerziehende Vater seine beiden Kinder Winnie (Paula Hartmann) und Theo (Arved Friese).

Die beiden jagen im Gegenzug mit gemeinsten Methoden jede Nanny – unter anderem Veronica Ferres als verzweifeltes Kindermädchen Ilona – aus dem pompösen Schloss, in dem die disparate Familie nahe der Hauptstadt lebt.

Männliches Kindermädchen will Rache üben

„Ich hatte keine Lust, wieder eine ganz klare romantische Komödie zu drehen“, sagte Schweighöfer im Interview der Deutschen Presse-Agentur. In die Klamauk-Rolle, den „Nanny“, wollte er nicht selbst schlüpfen. Dafür gewann er seinen bewährten Leinwandpartner und Freund Milan Peschel, der unter anderem bereits in „Schlussmacher“ sein Widerpart war. „Ich hatte den Antrieb zu sehen, ob ich mich selbst auch anders inszenieren kann“, begründete Schweighöfer seinen Imagewechsel.

Peschel spielt den kauzigen Berliner Kiezbewohner Rolf, den Clemens als Nanny anheuert. Rolf nimmt den Job als männliches Kindermädchen aber nur an, um sich an dem Immobilien-Hai zu rächen. Denn Rolf wohnt genau in dem Kiez, den der Bauunternehmer platt machen will. Schon einmal ist Rolf der Abrissbirne nur knapp entkommen. Doch Rolf hat die Rechnung ohne Clemens‘ Kinder gemacht, die ihm als Begrüßungsdrink statt Tomatensaft erstmal ein Gläschen superscharfe Tabasco-Soße reichen. Kurz darauf lässt Rolf dann Clemens‘ Ferrari in den Koi-Teich rollen, und der Bauspekulant kämpft im Drogenrausch mit einem Kraken.

Promis punkten in Nebenrollen

„Der Nanny“ ist gewohnt komisch und klamaukig, aber weniger zotig und romantisch als andere Schweighöfer-Filme. Der Schauspieler, Regisseur, Produzent und Co-Autor greift das heiße Eisen Gentrifizierung auf, verpackt seine Gesellschaftskritik aber in Popcorn-taugliches Unterhaltungskino.

In Nebenrollen punkten Promis wie TV-Entertainer Joko Winterscheidt, Cindy aus Marzahn, die in neuer Rolle kaum wiederzuerkennen ist, Youtube-Star Friedrich Liechtenstein und die Sängerin der Band Frida Gold, Alina Süggeler. Am Ende der vorhersehbaren Story kriegt dann natürlich auch Immobilienentwickler Clemens die Kurve und besinnt sich darauf, was wirklich im Leben zählt: Familie und Freunde.

Schweighöfer, der bei „Der Nanny“ bereits zum vierten Mal Regie führte, lässt in seiner Rolle als Fiesling schön dämonisch die Augen blitzen und seine Kinder und ihren Nanny zunächst eiskalt abblitzen. Als lebenslustiger Charmeur versprüht er in seinen Filmen letztlich aber doch mehr Charme.

Am kommenden Mittwoch, 1. April, besucht Schweighöfer das Marburger Cineplex. Er wird gegen 20 Uhr erwartet.

von Elke Vogel

 

„Der Nanny“ erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat:
sehenswert mit der Note 3,0 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:

„Witzig, einfach nur witzig.“
  Sabine Fenner aus Lahntal

„Super – überhaupt der Wasserwerfer des Polizei-Oldtimermuseums Marburg! Schweighöfer verblasst daneben.“
  Martin Agel (50) aus Gladenbach

„Witzig.“
  Elke Freiling-Fischer aus Marburg

„Gute Schauspieler, man hat Spaß dabei.“
  Sonja Schmidt (51) aus Reddehausen

„Bravo.“
Kira Gerlach aus Dautphetal

„Die Schauspieler waren grandios. Besonders Joko Winterscheidt!“
  Cedrik Schmidt aus Reddehausen

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Udo Naumann aus Stadtallendorf, Cedrik Schmidt aus Reddehausen, Christoph Trust aus Ebsdorfergrund, Kira Gerlach aus Dautphetal und Isabel Fenner aus Lahntal. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Still Alice (3,74)
2. American Sniper (3,73)
3. Tribute von Panem – Mockingjay (3,49)
4. Love, Rosie – Für immer vielleicht (3,43)
5. Fifty Shades of Grey (3,33)
6. National Gallery (3,31)
7. Kennen Sie die Béliers?(3,28)
8. Traumfrauen (3,24)
9. Can A Song Save Your Life? (3,24)
10. Ein Sommer in der Provence (3,23)
11. Frau Müller muss weg! (3,21)
12. Teenage Mutant Ninja Turtles (3,17)
13. Who Am I (3,17)
14. Kingsman: The Secret Service (3,17)
15. Die Streif  One Hell of a ride (3,16)
20. Der Nanny (3,0)

 
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