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Schwarze Komödie begeistert Publikum

Theater Schwarze Komödie begeistert Publikum

Mit „Arsen und Spitzenhäubchen“ hat der Dramatische Verein Rauischholzhausen am Wochenende eine gelungene Premiere gefeiert.

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Mortimer (Kai Hofmann) ist schockiert, als seine Tanten Abby und Martha (Martina Schrem und Ina Grün) ihm von ihrem mörderischen Hobby erzählen.

Quelle: Michael Hoffsteter

Mardorf. Wie durch ein Fenster beobachten die Zuschauer das gesamte komische Geschehen im Esszimmer der Familie Brewster in Brooklyn. Abstruse Verwicklungen, dunkle Abgründe und mörderische Absichten bringen die Laiendarsteller der Theatergruppe mit gekonntem Spiel auf die Bühne.

Mit viel Liebe zum Detail und einem trockenen, schwarzen Humor haben die Schauspieler unter der Regie von Christine Reinhardt vom Hessischen Landestheater ein charmantes und kurzweiliges Stück geschaffen. Zum Schreien komische Mimik, lustige Dialoge und immer mal wieder ein bisschen Slapstick verdichten die Handlung zu einem temporeichen und niemals langweiligen Theatergenuss, das am Startwochenende mehr als 250 Besucher begeisterte. Im Zentrum stehen die betagten Damen Abby und Martha Brewster. Sie lieben es, anderen Menschen zu helfen, und drängen dem Pfarrer Dr. Harper und den vorbeischauenden Polizisten ihre Hilfsbereitschaft geradezu auf. Martina Schremb und Irene Grün interpretieren die betagten Damen auf liebenswürdige Art und haben die ganze Zeit die Sympathien des Publikums auf ihrer Seite. Auch dann noch, als herauskommt, dass die beiden Frauen bereits 12 Leichen im Keller haben. Nicht mal übel nehmen kann man den Damen die Morde – schließlich töten sie alte, einsame Herren nicht aus Bosheit, sondern um ihnen Frieden zu schenken.

Der Neffe Mortimer dreht geradezu durch, als seine Tanten ihm mit Unschuldsmiene von ihrem Hobby erzählen. Kai Hofmann in der Rolle des Mortimer spielt den schockierten jungen Mann äußerst glaubhaft und hat damit die Lacher immer wieder auf seiner Seite.

Sein Bruder Teddy (Pit Metz) gehört zu den Lieblingen des Publikums: Er hält sich für den Präsidenten Teddy Roosevelt. Wann immer er die Bühne betritt, bläst er mit seiner Trompete zum Angriff. Seine Tanten schicken ihn oft in den Keller, wo er glaubt den Panama-Kanal zu graben. Gerade gräbt er den zwölften Kanal.

Die abenteuerlichen und abstrusen Verwicklungen setzt schließlich der verschollene Bruder Jonathan in Gang. Harald Schmidt spielt den fiesen Serienmörder, der mit seinem Kumpan, dem zwielichtigen Chirurgen Dr. Einstein plötzlich bei seinen Tanten auftaucht. Im Gepäck hat er eine Leiche.

Die Geschichte findet ein überraschendes Ende.

Am 20., 21. und 22. Mai bringt der Dramatische Verein Rauischholzhausen das Stück erneut ab 20 Uhr im Theatersaal Raabe in Mardorf auf die Bühne.

Die letzte Vorstellung ist am 25. Mai um 20 Uhr im Bürgerzentrum Dreihausen zu sehen.

von Patricia Kutsch

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