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Schüler spielen Oper in kleinem Rahmen

„Le nozze di Figaro“ Schüler spielen Oper in kleinem Rahmen

Schlicht, reduziert und auf den Punkt gebracht inszenierten die Schüler des Gymnasiums Philippinum „Le nozze di Figaro“.

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Im schlichten Foyer des Gymnasiums Philippinum inszenierten die Schüler Mozarts „Le nozze di Figaro“.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Bei ihrer Figaro-Inszenierung orientierten sich die Schüler des Gymnasiums Philippinum rund um den Musiklehrer André Kutsch an der modern und schlicht gehaltenen Inszenierung der Salzburger Festspielen von 2006 von Claus Guth.

„Ich bin kein Regisseur, ich bin Musiklehrer“, betonte im Gespräch mit der OP André Kutsch, der die Inszenierung in Eigenregie führte. Lediglich Gesangslehrerin Lotte Kortenhaus stand ihm zur Seite.

Mithilfe von Videomaterial bereiteten sich die Schüler zuhause vor, um dann in der Schule 
musikalisch und szenisch zu proben. „Das spart Probenzeit und man kann sich auf das Wesentliche konzentrieren“, 
berichtete Kutsch.

Deutsche Dialoge, italienischer Gesang

Auch bei seiner Inszenierung konzentrierte sich Kutsch auf das Wesentliche, die nur die Kerngeschichte rund um das Dienerpärchen Figaro und Sussanna behandelt, deren Glück vom Grafen Almaviva bedroht ist, der sich um Susannas Liebe 
bemüht.

Auf nebensächliche Handlungen oder große Ausstattung wurde verzichtet. Die wenigen verbliebenen Dialoge wurden auf deutsch gesprochen, die Arien jedoch wie von Mozart komponiert auf italienisch gesungen. Direkt beim Duett „Cinque, dieci, venti, trenta“ war zu spüren, dass dies die richtige Entscheidung war. Unvorbereitet war dem Stück sowieso kaum zu folgen. „Ganz ohne Vorwissen geht es nicht“, gab auch André Kutsch zu, der von Operngängern generell eine gewisse Vorbereitung erwartet.

Die etwa 80 beteiligten Schüler präsentierten sich mit fantastischen Stimmen, die nur vom Klavier begleitet, aber vom Publikum kräftig gefeiert wurden. Die Hauptdarsteller waren hauptsächlich Abiturienten, wie Charlotte Herboth, die seit zwei Jahren Gesangsunterricht nimmt und die Gräfin Almaviva spielte. 
„Es ist keine leichte Partie“, erklärte etwa Tim-Lukas Reuter, der den Grafen mit seiner kräftigen Stimme mimte.

von Mareike Bader

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