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Schüler geben bewegendes Konzert

Gymnasium Philippinum führte h-Moll-Messe auf Schüler geben bewegendes Konzert

Stehende Ovationen und minutenlangen Beifall gab es am Sonntagabend für Chor und Orchester des Gymnasiums Philippinum. Die Schüler und ihre Lehrer hatten sich an Bachs h-Moll-Messe gewagt - mit beeindruckendem Ergebnis.

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Freude an der Musik: Der Chor des Gymnasium Philippinum sang mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen. Foto: Bettina Preussner

Quelle: unknown

Marburg. Bachs h-Moll-Messe gehört zu den schönsten Chorwerken der Musikgeschichte - und gleichzeitig zu den anspruchsvollsten.

Der Chor des Philippinums unter der Leitung von André Kutsch und Antje Oliver sang am Sonntag Auszüge aus der berühmten Messe. Es wurde ein eindrucksvoller und bewegender Konzertabend.

Da war einmal der wunderbare Chorklang aus vielen jungen, hellen und klaren Stimmen. Die jugendlichen Sängerinnen und Sänger waren mit Freude dabei, sie sangen hochkonzentriert, mit viel Engagement und großem Einfühlungsvermögen. Und da war das Kammerorchester der Schule, das einen sehr harmonischen Klang bot, sensibel und akzentuiert spielte.

Gleich beim „Kyrie“ zu Beginn der Messe setzte der Chor kräftig und selbstbewusst ein und gestaltete den Satz federnd und leicht. Frisch und beschwingt auch das folgende Gloria, ein lebendiger und fröhlicher Lobgesang, bei dem der Chor ein beachtliches Tempo vorlegte. Wunderschön gestaltete das Ensemble den Übergang zum viel langsameren und anrührenden „Et in terra pax“. Auch die schwierigen Koloraturen in diesem Teil des Werkes meisterten die jungen Künstler mit Bravour.

Für Glanzpunkte sorgten auch die Solisten, allen voran Johanna Neubauer, eine ehemalige Schülerin des Philippinums. Sie füllte mit ihrer samtweichen und kraftvollen Altstimme mühelos die ganze Kirche.

Die Sopranistinnen Katharina Kutsch, Marion Clausen und Lisa Faber beeindruckten mit ihren glockenhellen Stimmen, sehr ausdrucksvoll sangen auch der Tenor Hubert Schmid und der Bass Benjamin Krutzky.

Das Konzert endete mit dem jubelnden „Sanctus“ und dem friedlichen „Dona nobis pacem“, einer innigen Bitte um Frieden.

Nach einem Moment der Stille brach in der Pfarrkirche ein Riesenapplaus los. Mit stehenden Ovationen und Bravorufen bedankte sich das Publikum bei den jungen Akteuren. Nach minutenlangem Beifall gab es noch eine Zugabe: Der Chor sang nochmals das fröhlich schwingende Gloria, sehr zur Freude der Besucher.

André Kutsch, der die Gesamtleitung hatte, ist seit diesem Schuljahr Musiklehrer an dem Marburger Gymnasium. Seit Januar hat er für das Konzert geprobt, rund 100 Schülerinnen und Schüler haben mitgewirkt. Das Kammerorchester wurde geleitet von Marie Verweyen und Burchhard Schäfer, Antje Oliver leitete den kleinen Chor.

von Bettina Preussner

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